Nach 33 Tagen ohne Erfolg für einzelne Bitcoin-Miner gelang es einem kleineren Betreiber letzte Woche, einen Block zu knacken, dessen Entschlüsselung statistisch gesehen Jahrzehnte gedauert hätte. Dies unterstreicht nicht nur die Beharrlichkeit einzelner Miner, sondern auch die Unberechenbarkeit des Kryptomarktes.
Der siegreiche Bergmann erhielt 3.139 BTCEin Miner erhielt am 3. April nach erfolgreicher Validierung von Block 943,411 eine Belohnung im Wert von ca. 210.000 US-Dollar. Diese Belohnung setzte sich aus der üblichen Blockvergütung von 3.125 BTC und Transaktionsgebühren von ca. 0.014 BTC zusammen. Daten von mempool.space bestätigen diese Transaktion. Der Miner betrieb CKPool, eine Plattform speziell für unabhängige Betreiber, die eine eigenständige Betriebsführung bevorzugen und den Großteil ihrer Einnahmen behalten möchten.
Das Besondere an diesem Erfolg war die zugrundeliegende Hardware. Das System des Miners arbeitete mit einer bescheidenen Geschwindigkeit von nur 230 Terahashes pro Sekunde. Zu diesem Zeitpunkt lag die gesamte Hashrate des Bitcoin-Netzwerks bei etwa 1 Zettahash pro Sekunde. Das bedeutete, dass der Anteil dieses Miners an der globalen Rechenleistung lediglich rund 0.00002 % betrug – ein hauchdünner Anteil, der kaum wahrnehmbar ist.
Con Kolivas, der Entwickler von CKPool, schätzte die tägliche Erfolgswahrscheinlichkeit auf etwa 1 zu 28.000. Arche, ein Analyst bei Bitcoin Das Archiv sah das anders: Statistisch gesehen sollte ein Miner mit dieser Rechenleistung etwa alle 76 Jahre einen Block lösen. Dieser spezielle Miner musste jedoch nicht so lange warten.
Der Erfolg im April markierte den 312. jemals über CKPool geschürften Solo-Block, wie Daten des Bennet Solo-Miner-Trackers zeigen. Damit wurde eine 33-tägige Durststrecke ohne Solo-Erfolge beendet, die am 28. Februar verzeichnet worden war. Dieses Ergebnis ist kein Einzelfall: Die letzten Monate haben gezeigt, dass solche unerwarteten Erfolge keine Seltenheit sind. Im Dezember erzielte ein Miner mit einer Kapazität von 270 TH/s einen Gewinn von über 284.000 US-Dollar.
Darüber hinaus erwirtschaftete ein System mit nur 6 TH/s – deutlich kleiner als das des kürzlich erfolgreichen Miners – rund 265.000 US-Dollar, während ein Mining-Rig mit 200 TH/s im September etwa 350.000 US-Dollar einbrachte. Selbst gemietete Rechenkapazität war rentabel: Ende Februar berichtete ein Miner, dass er etwa 75 US-Dollar für Cloud-Hashrate ausgegeben und letztendlich fast 200.000 US-Dollar an Belohnungen erhalten hatte.
Jeder dieser Siege war statistisch so unwahrscheinlich, dass er die meisten rational denkenden Teilnehmer abgeschreckt hätte. Doch das Unwahrscheinliche geschieht weiterhin.
Während unabhängige Betreiber mitunter lebensverändernde Summen erzielen, trennen sich große Mining-Unternehmen eher von ihren Bitcoins. Riot Platforms verkaufte im ersten Quartal 2026 3.778 BTC für rund 289 Millionen US-Dollar, während der Bestand zum Quartalsende noch 15.680 BTC betrug. MARA Holdings ging sogar noch schneller vor und verkaufte zwischen Anfang und Ende März über 15.000 BTC, was Einnahmen von rund 1,1 Milliarden US-Dollar generierte. Mit dem Erlös wurden Schulden beglichen.
Welche Auswirkungen hat der jüngste Sieg auf Solo-Miner?
Der jüngste Erfolg unterstreicht das Potenzial des Solo-Minings, auch wenn die Möglichkeiten begrenzt sind. Für Investoren bedeutet dies, dass es im Kryptomarkt weiterhin Raum für dezentrale Initiativen gibt, die mit dem richtigen Fokus und der passenden Strategie erhebliche Gewinne abwerfen können.
Warum verkaufen große Mining-Unternehmen ihre Bitcoins?
Große Mining-Unternehmen verkaufen häufig ihre Bitcoins, um Liquidität zu sichern und zukünftige Investitionen oder Schulden zu begleichen. Dies spiegelt einen Strategiewechsel wider, bei dem sie ihre Reserven stärker an die Marktbedingungen anpassen.
Welche Auswirkungen hat eine niedrige Hashrate auf Solo-Mining-Strategien?
Eine niedrige Hashrate beim Solo-Mining bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit, einen Block zu finden, deutlich sinkt. Dies birgt sowohl Risiko als auch Chance: Geduldige Miner mit der richtigen Hardware können trotz dieser statistischen Schwächen dennoch wertvolle Erfahrungen sammeln.