Safra Sarasin, der Schweizer Privatmann Bank Die im Besitz der libanesisch-brasilianischen Familie Safra befindliche Saxo Bank hat angekündigt, die Mehrheit der Aktien der Saxo Bank zu übernehmen. Die Saxo Bank, die in Belgien Zehntausende Kunden betreut, erwägt seit einiger Zeit verschiedene strategische Optionen, darunter einen Verkauf. Nun ist die Entscheidung gefallen: Safra Sarasin kauft 70 Prozent der Anteile.
Die Familie Safra, bekannt als Eigentümerin des „Gherkin Tower“ in London, übernimmt die Anteile des chinesischen Volvo-Aktionärs Geely und des finnischen Versicherers Sampo. Bis vor kurzem besaßen Geely 50 % der Anteile und Sampo 20 %. Kim Fournais, Gründerin und CEO der Saxo Bank, behält seinen Anteil von 28 %. Der Wert der Saxo Bank wird durch den Deal auf 1,6 Milliarden Euro geschätzt, wodurch Geely rund 1,1 Milliarden Euro und Sampo rund 319 Millionen Euro einnimmt.
Safra Sarasin ist im Besitz der libanesisch-brasilianischen Familie Safra, die auch die Banco Safra kontrolliert, eines der größten Finanzinstitute Brasiliens. Ihnen gehören außerdem 50 % des Bananenunternehmens Chiquita.
Die Saxo Bank trat 2019 durch die Übernahme der niederländischen Binck Bank in den belgischen Markt ein. Die Bank hat Zehntausende belgische Kunden und wurde in der Vergangenheit von den Aufsichtsbehörden gerügt, weil sie riskante Produkte an unerfahrene Anleger verkauft hatte. Die dänischen, niederländischen und französischen Finanzaufsichtsbehörden haben die Bank aufgefordert, ihre Verfahren zur Bekämpfung der Geldwäsche zu verbessern.
Wer kauft die Mehrheit der Saxo Bank-Aktien?
Die Schweizer Privatbank Safra Sarasin, im Besitz der libanesisch-brasilianischen Familie Safra, kauft 70 Prozent der Aktien der Saxo Bank.
Wer waren die Vorbesitzer der von Safra Sarasin erworbenen Aktien?
Zuvor waren der chinesische Volvo-Aktionär Geely (50 Prozent) und der finnische Versicherer Sampo (20 Prozent) der Anteile im Besitz der beiden Unternehmen.
Welche Probleme gab es in letzter Zeit bei der Saxo Bank?
Die Saxo Bank wurde in der Vergangenheit von den Aufsichtsbehörden gerügt, weil sie riskante Produkte an unerfahrene Anleger verkauft hatte. Mehrere Finanzaufsichtsbehörden forderten die Bank auf, ihre Verfahren zur Bekämpfung der Geldwäsche zu verbessern.