Ripple-CEO Brad Garlinghouse äußerte sich frustriert über die Absage eines Treffens mit der kryptofreundlichen US-Senatorin Cynthia Lummis, der Vorsitzenden des Senatsausschusses für digitale Vermögenswerte. Am 19. Mai gab Garlinghouse in einem Beitrag auf X bekannt, dass er sich in Washington D.C. aufhält, um mit Abgeordneten über eine angemessene Regulierung von Stablecoins und der Kryptomarktstruktur zu sprechen. Leider erfuhr er, dass das Treffen mit Senatorin Lummis abgesagt wurde und es keine Möglichkeit gab, den Termin zu verschieben.
Während Garlinghouse Lummis‘ grundsätzlich pro-Krypto-Haltung anerkennt, ermutigt er sie, ihre Entscheidung zu überdenken. Er erklärt: „Ich lade Sie ein, jederzeit in einem X Space (oder live auf der Bühne bei einer unserer vielen Veranstaltungen) an der Diskussion teilzunehmen, um zu diskutieren, wie wir die USA zur Krypto-Hauptstadt der Welt machen können, wie es das Ziel der Trump-Regierung war. Ich werde weiterhin alles tun, um dieses Ziel zu unterstützen.“
Die Absage des Treffens hat innerhalb der Krypto-Community zahlreiche Spekulationen ausgelöst. Einige Kritiker hielten Garlinghouses öffentliche Beschwerde für unnötig, während andere Senator Lummis vorwarfen, voreingenommen zu sein zugunsten Bitcoin. Pierre Rochard, CEO der Bitcoin Bond Company, vermutete, dass Lummis das Treffen möglicherweise aufgrund von Garlinghouses Unterstützung für digitale Zentralbankwährungen (Central Bank Digital Currencies, CBDCs) abgelehnt habe, die von vielen Bitcoin-Befürwortern abgelehnt werden. Er sagte: „Sie haben Ihren Ruf ruiniert und Ihre gesamte Glaubwürdigkeit verloren, indem Sie sich für CBDCs und gegen Bitcoin ausgesprochen haben.“
Inzwischen äußerten auch Mitglieder der XRP-Community Bedenken hinsichtlich eines möglichen persönlichen Interessenkonflikts. Ein Konto namens Cowboy Crypto weist darauf hin, dass Lummis‘ Schwiegersohn Will Cole ein Bitcoin-Befürworter ist, der Ripple in der Vergangenheit lächerlich gemacht hat. Cole, der für das Bitcoin-Zahlungsunternehmen Zaprite arbeitet, hat Inhalte geteilt, in denen er Garlinghouse lächerlich macht. Der Bericht hob auch Lummis‘ finanzielle Verbindungen zur Investmentfirma Andreessen Horowitz (a16z) und die tief verwurzelten Verbindungen ihrer Familie zu Bitcoin hervor.
Garlinghouse erkannte die Fakten der Situation an und merkte an, dass es „ziemlich aufschlussreich“ sei, dass Will Cole mit Senator Lummis verwandt sei. Allerdings ist es besorgniserregend, dass ihm trotz sechsjähriger Bemühungen kein erfolgreicher Kontakt zum Parlament gelungen ist. Dies veranlasste ihn zu der Frage, ob die Entscheidung zur Absage des Treffens direkt von Lummis oder ihren Mitarbeitern gekommen sei.
„Die Welt der Kryptowährungen ist aufregend und voller Überraschungen“, könnte man fast sagen, oder?
Warum wurde das Treffen mit Senator Lummis abgesagt?
Das Treffen wurde abgesagt, ohne dass eine Neuterminierung möglich war, was zu Spekulationen über die Gründe für diese Entscheidung führte.
Wie reagiert Garlinghouse auf die Absage?
Garlinghouse brachte seine Frustration zum Ausdruck und lud Lummis zu einem Gespräch ein, um bei der Entwicklung von Krypto-Regulierungen mitzuarbeiten.
Bestehen persönliche Interessenkonflikte?
Ja, es wurden Bedenken hinsichtlich der persönlichen Verbindungen von Senatorin Lummis geäußert, insbesondere im Hinblick auf ihren Schwiegersohn, der ein Bitcoin-Befürworter ist.