Rabobank, eine führende niederländische Bank Unter der Leitung des Belgiers Stefaan Decraene wird die niederländische Staatsanwaltschaft wegen angeblicher Verstöße gegen die Gesetze zur Bekämpfung der Geldwäsche angeklagt.
Die niederländische Justiz leitete vor fast zwei Jahren Ermittlungen gegen die Rabobank ein. Der Bank wird vorgeworfen, Geldwäscheaktivitäten und verdächtige Finanztransaktionen nicht ausreichend überwacht zu haben.
Die zweitgrößte Bank der Niederlande stand bereits zuvor unter dem Druck der Aufsichtsbehörden, ihre Verfahren zur Bekämpfung der Geldwäsche zu verbessern. Dies führte zu einer Geldstrafe von einer halben Million Euro. euro.
Die Rabobank hat bereits zuvor erklärt, dass sie jährlich eine Milliarde Euro ausgeben müsse, um ihre Verfahren zur Bekämpfung der Geldwäsche in Ordnung zu bringen. Im Zuge der Ermittlungen bemühte sich die Bank um eine Einigung mit der Staatsanwaltschaft, die Gespräche blieben jedoch erfolglos. „Es gibt klare Meinungsverschiedenheiten, aufgrund derer die Parteien zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Einigung erzielen konnten“, hieß es in einer Pressemitteilung der Rabobank. Dies zeigt, dass die Staatsanwaltschaft den Fall vor Gericht bringen wird.
Ein Rechtsstreit kann für die Rabobank eine kostspielige Angelegenheit werden. ING, die größte Bank der Niederlande, zahlte vor fast sieben Jahren 775 Millionen Euro, um einer Strafverfolgung in einem großen Geldwäschefall zu entgehen. ABN AMRO, eine andere niederländische Bank, zahlte 2021 fast eine halbe Milliarde Euro, um einen ähnlichen Fall beizulegen.
Im Jahr 2021 verhängte die niederländische Aufsichtsbehörde Rabobank ein strenges Sanierungsprogramm, um ihre Kontrollen zur Bekämpfung der Geldwäsche zu verbessern. Die Bank musste sämtliche Kundenakten gründlich prüfen. Als Folge der strengeren Aufsicht verliert die Rabobank laut der niederländischen Zeitung „Het Financieele Dagblad“ monatlich 10.000 Kunden.
Die Sanierungspläne haben die Bank, die im vergangenen Jahr einen Nettogewinn von 5,1 Milliarden Euro auswies, viel Geld gekostet. Die Rabobank gab zuvor an, dass dieser Betrag 1 Milliarde Euro pro Jahr beträgt. Weltweit hat die Bank rund 8.000 Mitarbeiter für ihr obligatorisches Programm zur Bekämpfung der Geldwäsche abgestellt.
Dieses Programm ist nun weitgehend abgeschlossen. Die Bank berät sich derzeit mit der niederländischen Zentralbank über die nächsten Schritte.
Warum wird die Rabobank verklagt?
Gegen die Rabobank wird von der niederländischen Staatsanwaltschaft Klage wegen angeblicher Verstöße gegen die Gesetze zur Bekämpfung der Geldwäsche erhoben. Der Bank wird vorgeworfen, Geldwäscheaktivitäten und verdächtige Finanztransaktionen nicht ausreichend überwacht zu haben.
Welche finanziellen Folgen ergeben sich für die Rabobank?
Die Rabobank hat bereits zuvor erklärt, dass sie jährlich eine Milliarde Euro ausgeben müsse, um ihre Verfahren zur Bekämpfung der Geldwäsche in Ordnung zu bringen. Zudem könnten die Kosten eines möglichen Rechtsstreits erheblich sein, da ING, die größte Bank der Niederlande, vor fast sieben Jahren 1 Millionen Euro zahlte, um einer Strafverfolgung in einem ähnlichen Fall zu entgehen.
Welche Konsequenzen ergeben sich für Rabobank-Kunden?
Aufgrund der strengeren Aufsicht verliert die Rabobank monatlich 10.000 Kunden. Darüber hinaus wurde die Bank im Rahmen ihres Sanierungsprogramms dazu verpflichtet, sämtliche Kundenakten gründlich zu prüfen.