Ein US-Bundesrichter hat den juristischen Angriff der Trump-Regierung auf den Vorsitzenden der US-Notenbank, Jerome Powell, gestoppt. Die Vorladungen gegen Powell wurden vom Richter für ungültig erklärt, da es „keinerlei Beweise“ dafür gebe, dass Powell ein Verbrechen begangen habe.
Anfang des Jahres erließ das US-Justizministerium die Vorladungen. Im Mittelpunkt stehen Powells Aussagen im Senat zur Renovierung von Fed-Gebäuden in Washington. Powell betrachtete diese Anschuldigungen von Anfang an als Vorwand, um Druck auf ihn auszuüben und so Einfluss auf die Zinspolitik der Fed zu nehmen.
Plage Centrale Bank Weltweit, unter anderem von der Niederländischen Zentralbank und der EZB, wurde Powell öffentlich unterstützt. Auch der Bundesrichter scheint Powells Darstellung der Ereignisse zuzustimmen. Er erklärte, es gebe ausreichende Beweise dafür, dass die Vorladungen darauf abzielten, Powell unter Druck zu setzen, die Zinsen zu senken oder zurückzutreten.
Laut Aussage des Richters scheint der einzige Zweck der Anklagen darin zu bestehen, Powell so lange zu behindern, bis er vor dem Präsidenten einlenkt. Trumpf oder macht Platz für einen Vorsitzenden, der auf Trump hört.“ Der Richter bezeichnete die Argumente der Staatsanwaltschaft als „schwach und unbegründet“.
Ob dieses Urteil den Druck auf Powell tatsächlich beendet, bleibt ungewiss. Der Staatsanwalt hat angekündigt, Berufung einzulegen und bestreitet, dass die Ermittlungen politisch motiviert sind. Trump hat sich noch nicht inhaltlich zu dem Urteil geäußert, bekräftigte aber seine Forderung an die Fed, die Zinsen zu senken.
Dieser Fall reiht sich in ein größeres Muster ein, in dem die Trump-Regierung versucht, Einfluss auf die formal unabhängige US-Notenbank (Fed) auszuüben. Frühere Versuche, Fed-Gouverneurin Lisa Cook zu entlassen, wurden ebenfalls von dem Richter blockiert. Laut Trumps Finanzminister Scott Bessent haben die Vorladungen „Chaos“ an den Finanzmärkten verursacht.
Mit diesem Urteil hat Powell zumindest den rechtlichen Schutz erhalten, seine im Mai endende Amtszeit integer zu beenden.