Revolut, die britisch-litauische Neobank, die kürzlich ihre Expansionspläne in Belgien intensiviert hat, wurde von der litauischen Finanzaufsichtsbehörde wegen unzureichender Kontrollen zur Bekämpfung der Geldwäsche gerügt. Dies führte zu einer Geldstrafe von 3,5 Millionen euro.
Die litauische Zentrale Bank stellte fest, dass es bei Revolut Mängel bei den Verfahren zur Überprüfung von Kunden auf Beteiligung an Geldwäsche oder anderen verdächtigen Finanztransaktionen gab. Dies geschah nach einer gründlichen Bewertung der Bank.
Die Aufsichtsbehörde hat daher beschlossen, gegen Revolut, das von London aus operiert, in Litauen jedoch als Bank registriert ist, eine Geldstrafe in Höhe von 3,5 Millionen Euro zu verhängen. Dies ist die höchste Geldstrafe, die jemals in Litauen wegen Geldwäsche verhängt wurde.
Dies ist nicht das erste Mal, dass Revolut wegen unzureichender Kontrollen zur Bekämpfung der Geldwäsche in die Kritik gerät. Vor sechs Jahren leitete die britische Finanzaufsichtsbehörde Financial Conduct Authority eine Untersuchung gegen Revolut ein, nachdem ein Whistleblower gemeldet hatte, dass die Bank ihre elektronischen Systeme zur Erkennung verdächtiger Geldflüsse drei Monate lang deaktiviert hatte.
Der Zeitpunkt dieser Geldstrafe ist für Revolut unglücklich. Die Smartphone-Bank, die in 38 Ländern mit 50 Millionen Kunden und einem Wert von 45 Milliarden Dollar aktiv ist, hat gerade eine Frühjahrsoffensive gestartet, um ihre Position in Belgien zu stärken.
Nach eigenen Angaben hat Revolut derzeit 700.000 aktive Kunden in Belgien. Der Konzern hofft, diese Zahl in den kommenden Jahren deutlich steigern zu können. Ab Mai erhalten diese Kunden einen belgischen IBAN-Code für ihre Konten. Dies bedeutet, dass Revolut-Benutzer ihre Bankkonten bei der belgischen Nationalbank nicht mehr als Auslandskonten deklarieren müssen. Nachdem diese Hürde nun genommen ist, hofft Revolut, als Hausbank durchzubrechen und die traditionellen Akteure im Finanzsektor herauszufordern.
Warum wird Revolut mit einer Geldstrafe belegt?
Revolut wurde von der litauischen Finanzaufsichtsbehörde wegen unzureichender Kontrollen zur Bekämpfung der Geldwäsche mit einer Geldstrafe von 3,5 Millionen Euro belegt.
Ist dies das erste Mal, dass gegen Revolut wegen Mängeln bei der Bekämpfung der Geldwäsche ermittelt wird?
Nein, vor sechs Jahren leitete die britische Finanzaufsichtsbehörde Financial Conduct Authority eine Untersuchung gegen Revolut ein, nachdem Berichte aufgetaucht waren, wonach die Bank ihre Systeme zur Erkennung verdächtiger Geldflüsse deaktiviert hatte.
Was sind die Wachstumspläne von Revolut in Belgien?
Revolut hat kürzlich seine Expansionspläne in Belgien verstärkt und hofft, die Zahl der aktiven Kunden im Land deutlich zu erhöhen. Ab Mai erhalten diese Kunden einen belgischen IBAN-Code für ihre Konten und müssen ihre Konten bei der belgischen Nationalbank nicht mehr als Auslandskonten deklarieren.