Nach CEO Johan Thijs, die KBC Group macht mit der Übernahme der slowakischen 365.bank einen bedeutenden Schritt nach vorne auf dem schnell wachsenden mitteleuropäischen Markt. Thijs sieht in den wachsenden Protesten gegen den prorussischen slowakischen Ministerpräsidenten Robert Fico kein Risiko.
KBC Group, die belgische Bank und Versicherer, ist der jüngste einer Reihe großer Deals im europäischen Finanzsektor. Das Unternehmen gab am Donnerstag bekannt, dass es die 365.bank übernehmen wird, eine slowakische Privatkundenbank, die auch in der Vermögensverwaltung und im Konsumentenkreditgeschäft tätig ist.
Zusätzlich zur Übernahme führte KBC am selben Tag auch eine neue Kapitalverteilungspolitik ein. Im Rahmen dieser neuen Politik wird der Konzern nun einen größeren Anteil des Nettogewinns als Dividende ausschütten, der zwischen 50 und 65 Prozent liegen wird. Gleichzeitig wird das Unternehmen weniger überschüssiges Kapital einsparen als in den Vorjahren. Dadurch wird grundsätzlich mehr Geld für mögliche Übernahmen oder für Kapitalausschüttungen an die Aktionäre frei.
Den Analysten von Kepler Cheuvreux zufolge beträgt das überschüssige Kapital der KBC nach den neuen Regeln mehr als zwei Milliarden Euro. Dies gibt der KBC die Möglichkeit, potenzielle Großakquisitionen in Betracht zu ziehen, beispielsweise den belgischen Versicherer Ethias.
Mit dem Erwerb von 98,45 Prozent der Anteile an der 365.bank für eine Summe von 749,2 Millionen Euro hat die KBC ihren größten Deal seit der Übernahme der bulgarischen Raiffeisenbank EAD vor fast vier Jahren getätigt.
KBC ist über ihre Tochtergesellschaft CSOB seit 25 Jahren in der Slowakei aktiv und hat dort in den letzten Jahren ein starkes Wachstum erlebt. Mit der Übernahme der 365.bank erwartet KBC, ihre Position unter den Top Drei der Branche zu stärken.
Der Vorstoß der KBC in die Slowakei unterstreicht die wachsende Bedeutung Mittel- und Osteuropas für die Gruppe. Seit Ende der 90er Jahre, als KBC durch die Übernahme von CSOB in den tschechischen und slowakischen Markt eintrat, hat die Region zunehmend an Bedeutung gewonnen.
Diese Länder erzielten im ersten Quartal einen Nettogewinn von 342 Millionen Euro, verglichen mit einem Nettogewinn von 281 Millionen Euro in Belgien.
Welche Bedeutung hat die Übernahme der 365.bank durch KBC?
Mit der Übernahme der 365.bank unternimmt KBC einen wichtigen Schritt in den schnell wachsenden mitteleuropäischen Markt. Die Bank ist seit 25 Jahren in der Region aktiv und hat in den letzten Jahren ein starkes Wachstum erlebt.
Was bedeutet die neue Kapitalverteilungspolitik der KBC?
Im Rahmen der neuen Richtlinie wird KBC einen größeren Anteil des Nettogewinns als Dividende ausschütten, der zwischen 50 und 65 Prozent liegen wird. Gleichzeitig wird das Unternehmen weniger überschüssiges Kapital einsparen als in den Vorjahren.
Welche Bedeutung haben Mittel- und Osteuropa für die KBC?
Mittel- und Osteuropa sind für KBC von großer Bedeutung. Seit Ende der 90er Jahre, als KBC durch die Übernahme von CSOB in den tschechischen und slowakischen Markt eintrat, hat die Region zunehmend an Bedeutung gewonnen. Im ersten Quartal dieses Jahres erzielten diese Länder einen Nettogewinn von 342 Millionen Euro, verglichen mit einem Nettogewinn von 281 Millionen Euro in Belgien.