Die Hashrate des Irans ist im letzten Quartal aufgrund des anhaltenden Konflikts mit den USA und Israel deutlich gesunken. Dies geht aus einem aktuellen Bericht von Hashrate Index hervor, der zeigt, dass dieser Rückgang die globale Hashrate nicht beeinflusst. Der Iran verzeichnete einen Verlust von etwa 7 Exahashes pro Sekunde (EH/s), und die aktuelle Hashrate des Landes liegt laut der Heatmap von Hashrate Index bei rund 2 EH/s.
Ian Philpot, Marketingdirektor bei Luxor Technology, merkte an, dass der regionale Konflikt zwar deutliche Auswirkungen auf den Iran habe, aber auch Folgewirkungen für Nachbarländer wie die Vereinigten Arabischen Emirate und Oman hätte auslösen können. Bislang habe jedoch keines dieser Länder nennenswerte Konsequenzen zu spüren bekommen. „Die Auswirkungen beschränkten sich auf den Iran; die benachbarten Vereinigten Arabischen Emirate und Oman sind weiterhin stabil. Die globale Hashrate von etwa 1.000 EH/s bleibt bestehen, da keine einzelne Region über ausreichende Kapazitäten verfügt, um die Netzwerkkontinuität zu gefährden. Regionale Störungen führen eher zu einer Umverteilung der Hashrate als zu deren Zerstörung“, so Philpot.
Der 30-Tage-Durchschnitt der globalen Hashrate ist von 1.066 EH/s im ersten Quartal auf etwa 1.004 EH/s im zweiten Quartal gefallen, was einem Rückgang von 5,8 % gegenüber dem Vorquartal entspricht. Philpot führt diesen Rückgang auf den Preisverfall von Bitcoin zurück. Miner verdienen Bitcoin Für jeden gelösten Block erhalten sie einen Bonus, aber aufgrund sinkender Preise ist es ihnen manchmal unmöglich, die Kosten ihrer Ausrüstung zu decken.
Zudem ist der Bitcoin-Kurs seit seinem Höchststand von 126.000 US-Dollar im Oktober um mehr als 45 % gefallen, was zu historischen Tiefständen bei den Hashraten geführt hat. Philpot betont, dass die Rentabilität des Minings und nicht die Energiepreise oder regulatorische Vorgaben der Hauptgrund für die aktuellen geografischen Verschiebungen der Hashrate sind. „Bei diesen Kursen arbeiten ältere Geräte mit einer Effizienz von über 25 J/TH oft mit negativen Bruttomargen, was zu Stilllegungen führt. Wir schätzen, dass rund 252 EH/s an zusätzlicher Kapazität offline sind – der Großteil der alten Hardware wurde bereits abgeschrieben“, fügt er hinzu.
Dieses Phänomen ist zyklisch. Die Rentabilität des Minings beeinflusst den Maschineneinsatz und die Abschreibung stärker als Energiepreise oder regulatorische Rahmenbedingungen. Die im ersten und zweiten Quartal beobachteten geografischen Verschiebungen deuten darauf hin, dass die Betreiber testen, welche Regionen nach dem Ende des Abschwungs und der Normalisierung des Hash-Preises den Betrieb aufrechterhalten können.
Die Vereinigten Staaten halten mit über 37 % den größten Anteil an der globalen Hashrate, gefolgt von Russland mit etwa 17 % und China Laut der Heatmap des Hashrate-Index stieg die Hashrate um 12 %. Philpot merkt an, dass die Hashrate der größten Anbieter relativ konstant bleibt, sich die Zusammensetzung jedoch ändert: Veraltete Geräte werden außer Betrieb genommen und moderne Hardware gezielt in Regionen eingesetzt, in denen dies wirtschaftlich rentabel ist.
Dieses Wachstum ist durch den Einsatz moderner Hardware und die Abschreibung älterer Anlagen gekennzeichnet. Kanada weist eine ähnliche Dynamik auf: einen leichten Rückgang im Vergleich zum Vorquartal, aber ein positives Wachstum im Jahresvergleich, unabhängig von Optimierungsmaßnahmen, anstatt eines Abzugs von Abbaukapazitäten.
Welche Folgen hat der Rückgang der Hashrate im Iran für den globalen Bitcoin-Markt?
Der Rückgang der Hashrate im Iran betrifft primär den lokalen Markt, während die globale Hashrate stabil bleibt. Regionale Störungen führen nämlich eher zu einer Umverteilung der Hashrate als zu einem allgemeinen Rückgang. Investoren können daher beruhigt sein, dass keine einzelne Region über ausreichende Kapazitäten verfügt, um die Kontinuität des Netzwerks zu gefährden.
Wie wirkt sich die aktuelle Situation bezüglich der Bitcoin-Preise auf die Rentabilität des Minings aus?
Sinkende Bitcoin-Kurse wirken sich direkt negativ auf die Rentabilität von Minern aus. Viele Miner arbeiten mittlerweile mit Verlusten, was sie zwingt, veraltete Anlagen stillzulegen. Dies beeinträchtigt die Gesamtkapazität und kann dazu führen, dass Miner in wirtschaftlich günstigere Regionen abwandern.
Welche Länder haben den größten Einfluss auf die globale Hashrate?
Die USA, Russland und China kontrollieren zusammen über 65 % der globalen Hashrate. Dadurch verfügen sie nicht nur über einen bedeutenden Anteil an der Mining-Kapazität, sondern auch an der Entscheidungsfindung und der Festlegung der zukünftigen Entwicklungsrichtung der Bitcoin-Infrastruktur.