Beim Hardware-Wallet-Unternehmen Ledger sind Kriminelle aktiv, die sich als Hersteller ausgeben. Sie senden physische Briefe an Kryptowährungsbenutzer mit der Anweisung, ihre Geldbörsen zu „verifizieren“, um den Zugriff auf ihre Gelder nicht zu verlieren. Dies ist die jüngste Welle von Phishing-Angriffen in diesem Sektor.
BitGo-CEO Mike Belshe hat ein Bild eines solchen Betrugsbriefs geteilt. Dieser Brief enthielt einen QR-Code, der wahrscheinlich auf eine bösartige Phishing-Website verwies. Belshe berichtete, dass diese Korrespondenz über den United States Postal Service (USPS) verschickt wurde. Ein anderer Crypto-Benutzer, Troy Lindsey, warnte nach Erhalt des Betrugsbriefs, dass diese Praktiken unzuverlässig seien und man nicht darauf hereinfallen sollte.
Dieser Phishing-Versuch verdeutlicht die immer ausgefeilteren Social-Engineering-Techniken, die darauf abzielen, ahnungslosen Opfern private Kryptoschlüssel, Benutzergelder und andere sensible Daten zu stehlen.
Im April 2025 wurden satte 330 Millionen Dollar investiert Bitcoin (BTC) einer älteren Person durch einen Phishing-Angriff gestohlen, wie der Onchain-Detektiv ZackXBT am 30. April bestätigte. Die beiden Verdächtigen, darunter ein Somalier namens „Nina/Mo“, arbeiten von einem Callcenter in Camden, Großbritannien, aus. Sein Komplize „W0rk“ half beim Einrichten der Website und beim Telefonieren.
Am 15. Mai gab die Kryptobörse Coinbase bekannt, dass sie Ziel eines Erpressungsversuchs gewesen sei. Später entlassene Kundendienstmitarbeiter des Unternehmens gaben Benutzerdaten an Kriminelle weiter. Diese Betrüger forderten ein Lösegeld in Höhe von 20 Millionen US-Dollar, das Coinbase jedoch nicht zahlen wollte. Zu den durchgesickerten Daten gehörten Namen, Adressen, Kontaktinformationen und eine begrenzte Menge anderer sensibler Kontoinformationen einer kleinen Anzahl von Coinbase-Kunden.
Laut Coinbase wurden bei diesem Datenleck keine privaten Schlüssel, Anmeldeinformationen oder Zugriffe auf Coinbase Prime-Konten kompromittiert. TechCrunch-Gründer Michael Arrington kritisierte die Börse scharf für die Sicherheitslücke und warnte, dass es zu körperlicher Gewalt gegen Kunden kommen könnte, deren Daten offengelegt wurden.
Jüngste Phishing-Angriffe verdeutlichen die Schwachstellen im Kryptowährungssektor, wo Cyberkriminelle immer ausgefeiltere und überzeugendere Taktiken einsetzen. Um ihre Vermögenswerte zu schützen, müssen Benutzer wachsam bleiben und sich dieser Bedrohungen bewusst sein.
Wie kann ich mich vor Phishing-Angriffen im Krypto-Bereich schützen?
Stellen Sie sicher, dass Sie immer direkt über die offizielle Website Ihres Krypto-Anbieters arbeiten. Verwenden Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung und seien Sie vorsichtig bei unerwünschten Nachrichten wie E-Mails oder Briefen, in denen Sie aufgefordert werden, Informationen zu bestätigen.
Was sind die Anzeichen eines Phishing-Angriffs?
Anzeichen für einen Phishing-Angriff können sein: unerwünschte E-Mails von unbekannten Absendern, Aufforderungen zur Angabe persönlicher Informationen oder zu schnellem Handeln sowie ungewöhnliche oder verdächtige Links oder Anhänge.
Kann ich meine Kryptowährung zurückerhalten, wenn ich Opfer eines Phishing-Angriffs geworden bin?
Leider ist es in den meisten Fällen sehr schwierig, gestohlene Kryptowährungen wiederzuerlangen. Es ist wichtig, umgehend Kontakt mit der entsprechenden Börse oder dem Wallet-Anbieter sowie den Sicherheitsbehörden aufzunehmen, auch wenn die Erfolgschancen bei der Wiederherstellung in der Regel begrenzt sind.