Der Vergleich von Gold mit der Geldmenge M2 erzählt nicht die ganze Geschichte. Jeder Vergleich des Goldpreises mit der Geldmenge hat seine Grenzen. Schließlich bedeutet Endgame keine Rückkehr zum offiziellen Goldstandard, was niemand wirklich will. Wichtiger noch: Das oben genannte Diagramm stellt lediglich die interne US-Geldmenge M2 dem Goldwert gegenüber. Die eigentliche Frage: Was ist mit Eurodollars? Diese Dollar-Varianten, die sich außerhalb der USA befinden, sind in den M2-Zahlen nicht enthalten, und das ist entscheidend zu verstehen.
Der Eurodollar-Markt ist seit 1980 explosionsartig gewachsen. Während er damals auf rund 0,5 Billionen Dollar geschätzt wurde, ist er mittlerweile auf rund 21 Billionen Dollar gestiegen. Zum Vergleich: Das entspricht in etwa der gesamten Geldmenge M2 in den USA. Lassen Sie mich Ihnen dies aus einer Perspektive darlegen: Seit 1980 ist die inländische Geldmenge in den USA um über 1200 % gestiegen, während die externe Dollarmenge um über 4100 % zugenommen hat. Die Schlussfolgerung ist daher einfach: Gold hat selbst gegenüber dem Dollar noch immer ein enormes Aufwärtspotenzial. Berücksichtigt man die Eurodollar, stellt sich heraus, dass der Höchststand im Jahr 1980 eigentlich doppelt so hoch hätte sein müssen.
Silber und Platin sind derzeit im Vergleich zu Gold historisch unterbewertet. Dies verleiht ihnen sicherlich Potenzial, aber sie können Gold nicht ersetzen. Es hat nichts damit zu tun, was wir oder irgendjemand sonst kauft, sondern einzig und allein mit den Entscheidungen der größten Akteure auf der Weltbühne. Zentral Bank, Länder und Staatsfonds haben ihre Wahl getroffen. Sie erhöhen ihre Goldreserven und reduzieren gleichzeitig ihre Dollarposition. Die Charts bestätigen dies: Die Zentralbanken reduzieren ihren Dollaranteil an den Reserven und erhöhen ihre physischen Goldbestände deutlich.
In meiner (offensichtlich nicht vorhandenen) Kristallkugel sehe ich nach dem Endspiel ein rekapitalisiertes und wesentlich stabileres Finanzsystem mit einem hohen, aber auch relativ stabilen Goldpreis – gemessen an der Kaufkraft. Sparer werden dann zum ersten Mal seit langer Zeit eine echte Wahl haben. Physisches Gold, das sich in legalem Besitz befindet, kann dann mit Sparkonten bei der Bank. Schließlich sind die meisten Menschen von Natur aus Sparer und keine Spekulanten. Heutzutage scheinen die Menschen gezwungen, ihr überschüssiges Geld anzulegen, obwohl viele eigentlich nur Sicherheit wollen: die Garantie, dass ihr Notgroschen erhalten bleibt.
Diese Themen werden nächste Woche ausführlich besprochen, aber hier ist eine Vorschau: Laut dem Silver Institute wird es in diesem Jahr auf dem Silbermarkt einen physischen Mangel von etwa 187 Millionen Unzen geben. Die erwartete Gesamtproduktion beträgt 1.030 Millionen Unzen, während die erwartete physische Nachfrage bei satten 1.148 Millionen Unzen liegt. Dies bedeutet, dass die Nachfrage das Angebot aus Bergbau und Recycling um 11 % übersteigt.
Um den Preis von 50 zu erreichen, müsste der Silberpreis in Dollar um mehr als 2011 Prozent steigen – und dabei ist die Inflation noch gar nicht berücksichtigt. Was ist mit Platin? Hier besteht unserer Ansicht nach die reale Gefahr einer massiven Verknappung, da eine überraschende Menge physischen Platins vom Markt genommen wird.
Warum sind Eurodollar im Vergleich zu Gold wichtig?
Eurodollar sind Dollar, die außerhalb der USA gehalten werden und nicht in der Geldmenge M2 enthalten sind. Sie haben einen enormen Einfluss auf die globale Geldmenge und sind für das Gesamtverständnis des Goldpreises von entscheidender Bedeutung.
Was macht Gold zum ultimativen Reservevermögen?
Aufgrund seiner Stabilität und Zuverlässigkeit ist Gold ein neutrales Reservevermögen, das von den Zentralbanken zunehmend akzeptiert wird. Es bietet einen sicheren Hafen in Zeiten finanzieller Turbulenzen und wird zunehmend von großen Akteuren weltweit gewählt.
Was können wir vom Silber- und Platinmarkt erwarten?
Auf dem Silbermarkt könnte es zu einer Verknappung kommen und der Silberpreis müsste deutlich höher steigen, um die bisherigen Höchststände zu erreichen. Aufgrund der Abwertung der Reserven könnte es bei Platin sogar zu einem starken Preisanstieg kommen.