Qivalis, ein Konsortium führender europäischer Unternehmen BankQivalis, ein Zusammenschluss von ING, UniCredit, BNP Paribas, CaixaBank und BBVA, befindet sich derzeit in der Endphase der Entwicklung eines an den Euro gekoppelten Stablecoins. Dieser Stablecoin, dessen Einführung für die zweite Jahreshälfte geplant ist, wird den EU-Richtlinien des MiCA-Regulierungsrahmens (Markets in Crypto-Assets) entsprechen. Während sich die USA zu einem dominanten Akteur im Stablecoin-Bereich entwickeln, zielt die Qivalis-Initiative darauf ab, ein starkes europäisches Gegenstück zu schaffen.
Die Philosophie hinter diesem Euro-Stablecoin besteht darin, die strategische Autonomie der EU im Zahlungsverkehr zu stärken. Mithilfe eines an den Euro gekoppelten Tokens können Unternehmen und Verbraucher innerhalb der Europäischen Union Blockchain-basierte Transaktionen und Abrechnungen durchführen, ohne auf traditionelle Finanzinfrastrukturen oder ausländische Dritte angewiesen zu sein. Dies bietet die Möglichkeit für Innovationen und eine Beschleunigung des Zahlungsverkehrs innerhalb des europäischen Ökosystems.
Die Qivalis-Arbeitsgruppe setzt sich dafür ein, dass der Token vom ersten Tag an auf regulierten Handelsplattformen verfügbar ist. Dies ist entscheidend für die Liquidität, wie auch Qivalis-CEO Jan Sell betont. Das Konsortium ist so fokussiert, dass es bereits Gespräche mit verschiedenen Krypto-Börsen, Market Makern und Liquiditätsanbietern geführt hat, um einen reibungslosen Start zu gewährleisten.
Die spanische Kryptobörse Bit2Me hat in diesem Zusammenhang bestätigt, Kontakt zu einer der an Qivalis beteiligten Banken aufgenommen zu haben. Während die meisten Plattformen dies nicht explizit kommentieren, deutet es darauf hin, dass ernsthafte Schritte unternommen werden, um dem Euro-Stablecoin eine feste Position auf dem Kryptomarkt zu verschaffen.
Eine der wichtigsten Eigenschaften des Stablecoins ist seine Reservestruktur. Laut Cinco Días ist der Stablecoin im Verhältnis 1:1 besichert, wobei mindestens 40 % der Reserven in Bankeinlagen gehalten werden. Die verbleibenden Reserven werden in hochwertige, kurzfristige Staatsanleihen von Eurozonen-Ländern investiert, um eine Diversifizierung über verschiedene EU-Länder hinweg zu erreichen. Die Depotführung bei mehreren erstklassigen Kreditinstituten sorgt für zusätzliche Stabilität und Vertrauen. Darüber hinaus steht Token-Inhabern ein rund um die Uhr verfügbares Einlösungssystem zur Verfügung, was die Zugänglichkeit erhöht.
Zusätzlich zu den operativen Aspekten bemüht sich das Konsortium aktiv um die Genehmigung durch die niederländische Zentralbank (DNB) im Rahmen des MiCA-Regulierungsrahmens, was für die Stärkung der rechtlichen und operativen Grundlage für den Stablecoin unerlässlich ist.
Was sind die Hauptvorteile des Stablecoins Qivalis für EU-Unternehmen?
Mit dem Stablecoin Qivalis können Unternehmen Euro-Transaktionen durchführen und dabei die Vorteile der Blockchain-Technologie nutzen, wie z. B. Geschwindigkeit und geringere Kosten, ohne auf ausländisches Kapital oder traditionelle Banken angewiesen zu sein.
Wie kann die Stabilität dieses Stablecoins gewährleistet werden?
Die Stabilität wird durch eine diversifizierte Reservestruktur gewährleistet, wobei 40 % in Bankeinlagen und der Rest in hochwertigen Staatsanleihen gehalten werden, was zur Minimierung der Risiken beiträgt.
Welche Auswirkungen hat der Stablecoin Qivalis auf den europäischen Kryptomarkt?
Die Einführung dieses Stablecoins könnte zu einer breiteren Akzeptanz führen. Krypto Im Mainstream-Wirtschaftssektor würde der verstärkte Wettbewerb mit US-Stablecoins die finanzielle Unabhängigkeit der EU stärken.