Bei der fünfzehnten Ausgabe der jährlichen LYNX-Investorendebatte, Ellen van Ginkel, CEO LYNX setzt sich für eine Ausweitung der Anlegerbildung ein. Sie ist überzeugt, dass fundierte Anlagekenntnisse in diesen turbulenten Marktphasen entscheidend für den Erfolg sind. „Als Branche müssen wir mehr tun, als nur die Vorschriften zur Sorgfaltspflicht und zum Anlegerschutz einzuhalten; wir müssen aktiv daran arbeiten, das Wissen der Anleger zu verbessern.“
Van Ginkel betonte, dass der Anlegerschutz unzureichend sei, wenn er sich ausschließlich auf rechtliche Warnhinweise stütze. „Ein Finanzinformationsblatt warnt zwar vor Risiken, bietet Anlegern aber keine Instrumente, um mit Unsicherheit umzugehen. In einer Welt zunehmender Risiken …“ VolatilitätAngesichts der rasanten Entwicklungen und der Vielzahl an Meinungen müssen Anleger gut informiert sein, um fundierte Entscheidungen treffen zu können.“
LYNX investiert seit Jahren in die Anlegerbildung, unter anderem durch Masterclasses, Marktanalysen, Podcasts und die jährliche Anlegerdebatte. Dabei stehen unterschiedliche Perspektiven im Vordergrund, nicht schnelle Antworten oder reißerische Versprechungen. „Bildung ist ein fortlaufender Prozess. Ziel ist es, Anlegern zu helfen, bessere Entscheidungen zu treffen, insbesondere in volatilen Märkten“, so Van Ginkel.
Die Märkte sind derzeit bemerkenswert volatil, wie die Debatte gezeigt hat. Themen wie Geopolitik, Währungen, KI und die sich verändernde Dynamik der Schwellenländer bergen erhebliche Unsicherheit.
Während der Debatte skizzierte die Ökonomin Heleen Mees mehrere geopolitische Szenarien, die bis vor Kurzem als extrem galten, die sie aber mittlerweile für realistisch hält. Der jüngste Konflikt um Grönland ist ein gutes Beispiel dafür. „Eine wirtschaftliche Eskalation zwischen den USA und Europa könnte Marktschocks auslösen, die mit der ersten Phase der Coronavirus-Krise vergleichbar sind.“
Vermögensverwalter Jim Tehupuring warnte ausdrücklich vor Währungsrisiken für europäische Anleger. Er geht davon aus, dass der Dollar bis 2026 unter dem Druck der US-Politik stehen wird und eine mögliche Trendwende und Erholung erst später eintreten wird. „Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt für hohe Investitionen in den USA.“
Eine Umfrage unter fast 600 LYNX-Investoren zeigt ein geringes Vertrauen in den niederländischen Aktienmarkt: Sie prognostizieren, dass der AEX bis Ende 2026 auf rund 967 Punkte fallen wird. Die Präferenzen der Anleger liegen eindeutig außerhalb Europas. Über 43 % der Befragten bevorzugen US-Aktien, während nur 25 % Europa als ihre bevorzugte Anlageregion angeben.
Von den zehn beliebtesten Aktien sind sieben in den USA notiert. Nvidia ist die beliebteste Aktie, gefolgt von ASML, Tesla, Microsoft und Amazon. Shell und BESI bilden das Schlusslicht der Top Ten.
Gold spielt eine bedeutende Rolle in der Anlagelandschaft: 52 % der Anleger halten Gold in ihrem Portfolio, und jeder sechste Anleger investiert 15 % oder mehr seines Portfolios in Gold. 63 % erwarten für 2026 einen weiteren Preisanstieg.