Bargeldzahlungen verlieren zwar langsam an Bedeutung, aber wir verwenden weiterhin Banknoten und Münzen, heben also nach wie vor Bargeld ab und zahlen es ein. Welche Regeln gelten für diese Transaktionen? Und was passiert, wenn bei einer Bargeldabhebung oder -einzahlung etwas schiefgeht? Wie häufig kommt das vor, und was kann man dann tun?
Laut Febelfin, dem Verband des belgischen Finanzsektors, geht die Nutzung von Bargeld stetig zurück. Mehr als acht von zehn Belgiern (84 %) bevorzugen digitale Zahlungen gegenüber Bargeld. Das bedeutet jedoch nicht, dass Bargeldzahlungen vollständig verschwunden sind.
Die Abhebungslimits an Geldautomaten sind sowohl für tägliche als auch für wöchentliche Abhebungen festgelegt. Sie können diese Limits bei Ihrer Bank erfragen. Bei BNP Paribas Fortis beispielsweise können Sie standardmäßig maximal 625 € pro Tag und 1.250 € pro Woche abheben. ING hat Standardlimits von 750 € pro Tag (mit einer Mastercard-Debitkarte, 650 € mit Maestro) und 2.500 € pro Woche. Belfius und KBC haben Standardlimits von 650 € pro Tag und 2.500 € pro Woche. Sollten Ihnen die Limits zu hoch oder zu niedrig erscheinen, können Sie diese anpassen.
Liegen Sie können auch Einzahlungslimits festlegen. Dies dient der Vermeidung von Risiken wie beispielsweise BetrugUm Diebstahl und Verlust zu begrenzen und die Geldwäschebekämpfungsgesetze einzuhalten, gilt bei Belfius beispielsweise ein Einzahlungslimit von 3.000 € pro Einzahlung und alle 30 Tage für Privatkonten. Bei ING können Sie bis zu 10.000 € an Geldautomaten einzahlen. Für höhere Beträge ist ein Termin in einer ING-Filiale erforderlich.
Laut Batopin ist die Wahrscheinlichkeit, dass bei einer Einzahlung an einem CASH-Terminal etwas schiefgeht, gering: 99,5 % der Einzahlungen verlaufen reibungslos. Nur eine von zweitausend Einzahlungen schlägt fehl. Das entspricht 25 Fällen pro Tag in Belgien, wenn man bedenkt, dass täglich 50.000 Einzahlungen an den Geldautomaten der über 600 CASH-Terminals getätigt werden.
Technische Probleme können beim Einzahlen von Geld auftreten, beispielsweise wenn eine Büroklammer oder ein Gummiband zusammen mit den Banknoten im Automaten verschwindet. Auch zerrissene Banknoten können zu Fehlfunktionen führen. Die meisten Probleme entstehen jedoch, wenn der Benutzer sein Banknotenbündel beim Zählen mit einer anderen Banknote umwickelt und das Geld so in den Automaten einführt.
Auch beim Abheben von Geld können Probleme auftreten, allerdings nur bei einer von 15.000 Transaktionen, so Batopin. Sollten Sie das angeforderte Geld nicht erhalten, verbleibt es im Geldautomaten und Ihr Kontostand wird entsprechend angepasst.
Sollten Sie Probleme haben, wenden Sie sich bitte an die Bank, die Ihre Debitkarte ausgestellt hat. Diese wird die notwendigen Maßnahmen ergreifen.