Der Vorstoß des Weißen Hauses zur Regulierung von Stablecoins könnte bald zu einer Nachfrage nach US-Staatsanleihen im Billionenbereich führen, so David Sacks, ein führender Berater von Donald Trump.
David Sacks, der als Top-Berater fungiert für Krypto und künstliche Intelligenz unter Präsident Trump im Einsatz war, hat angekündigt, dass die Regierung erwartet, dass der US-Senat den GENIUS Act verabschiedet, ein Gesetz zur Regulierung von Stablecoins. Sacks argumentiert, dass dieses Gesetz eine enorme neue Nachfrage nach US-Staatsanleihen auslösen könnte.
In einem Interview mit CNBC diese Woche wies Sacks darauf hin, dass derzeit Stablecoins im Wert von über 200 Milliarden Dollar im Umlauf seien, die bislang unreguliert seien. Durch die Schaffung rechtlicher Klarheit und eines guten Rahmens könne „praktisch über Nacht eine Nachfrage nach unseren Staatsanleihen in Billionenhöhe entstehen“, fügte er hinzu.
Der GENIUS Act, offiziell bekannt als „Guiding and Establishing National Innovation for US Stablecoins Act“, hat diese Woche im Senat eine große Hürde genommen, als 66 Senatoren, darunter 15 Demokraten, für seine Weiterführung stimmten. Dies bietet genügend Unterstützung, um eine Filibuster-Aktion zu vermeiden.
Sacks glaubt, dass die Regierung mit der Verabschiedung des Gesetzes rechnen kann, lehnte es jedoch ab, Fragen zu möglichen Interessenkonflikten im Zusammenhang mit den Krypto-Unternehmen von Trump und seiner Familie zu beantworten.
Kritiker weisen auf Trumps finanzielle Verbindungen zum Kryptosektor hin. Beispielsweise unterstützt die Familie Trump World Liberty Financial, das kürzlich den Stablecoin USD1 auf den Markt brachte, der durch US-Staatsanleihen und Dollarwährungen gedeckt ist. Der Abu Dhabi MGX-Fonds investierte 2 Milliarden US-Dollar in USD1 über Binance, eine Kryptowährungsbörse, die in einem Vergleich über 4,3 Milliarden US-Dollar zugegeben hat, gegen US-amerikanische Gesetze zur Bekämpfung der Geldwäsche verstoßen zu haben.
Der GENIUS Act würde einen bundesstaatlichen Rahmen für Stablecoin-Emittenten schaffen und dollargestützte digitale Währungen unter US-Aufsicht stellen. Sacks bezeichnet dies als eine wirtschaftliche Chance und argumentiert, dass Stablecoins ein „neues, effizienteres, günstigeres und reibungsloseres Zahlungssystem – neue Zahlungswege für die US-Wirtschaft“ bieten.
Die endgültige Verabschiedung des Gesetzesentwurfs könnte sich jedoch verzögern. Ein in letzter Minute von Senator Josh Hawley eingebrachter Änderungsantrag zur Begrenzung von Verzugsgebühren bei Kreditkartenzahlungen könnte zu Spannungen mit Bankengruppen führen. Wie heißt es so schön: „Es ist immer am besten, auf das Unerwartete vorbereitet zu sein.“
Wie viele Stablecoins sind derzeit im Umlauf?
Derzeit sind Stablecoins im Wert von über 200 Milliarden US-Dollar im Umlauf.
Was ist der GENIUS Act?
Der GENIUS Act ist ein Gesetzentwurf, der einen bundesstaatlichen Rahmen für Stablecoin-Emittenten schaffen und dollargestützte digitale Währungen unter US-Aufsicht stellen soll.
Welche potenziellen wirtschaftlichen Auswirkungen hat der GENIUS Act?
Das Gesetz könnte die Nachfrage nach US-Staatsanleihen um Billionen Dollar steigern und ein neues, effizienteres Zahlungssystem einführen.
Es wird spannend sein, die Zukunft der Stablecoins und ihre Auswirkungen auf die Wirtschaft zu verfolgen. Was ist Ihre Meinung zur Rolle von Stablecoins in unserem Finanzsystem? Diskutieren Sie mit!