Die Hashrate – die gesamte Rechenleistung des Bitcoin-Netzwerks – hat einen Rekordwert von 1000 Exahash pro Sekunde (EH/s) erreicht. Das ist fast doppelt so viel wie im letzten Jahr. Nie zuvor wurde das Netzwerk mit so viel Rechenleistung gesichert.
Die Hashrate gibt an, wie viele Berechnungen pro Sekunde das Netzwerk durchführt, um einen neuen Bitcoin-Block zu finden. Ein Hash pro Sekunde bedeutet einen Versuch, einen neuen Block zu finden. Bei 1000 EH/s entspricht das einer Billion Billionen Berechnungen pro Sekunde – oder 1 Zettahash pro Sekunde (ZH/s).
Vor einem Jahr lag die Hashrate noch zwischen 500 und 600 EH/s. Auch das war eine Verdoppelung im Vergleich zu 2023. Das Wachstum setzt sich also kräftig fort. Das bedeutet allerdings nicht, dass sich auch der Energieverbrauch verdoppelt: Modernes Mining-Equipment ist oft deutlich effizienter als ältere Modelle.
Nicht nur die Hashrate wächst, auch die Schwierigkeit des Minings – die „Difficulty“ – ist auf ein Rekordhoch gestiegen. Anfang 2024 lag sie noch bei 71T, mittlerweile sind es bereits 121T. Das „T“ steht für „Billion“, was bedeutet, dass Mining heute 121 Billionen Mal schwieriger ist als noch 2009.
Das Netzwerk passt den Schwierigkeitsgrad automatisch alle zwei Wochen an, abhängig von der gesamten Rechenleistung. Dadurch wird durchschnittlich alle zehn Minuten ein neuer Block erstellt. Dieser Mechanismus – der Schwierigkeitsanpassungsmechanismus – ist entscheidend für die Stabilität des Bitcoin-Netzwerks.
Ein Hauptziel der Miner ist die Sicherheit des Netzwerks. Je mehr Rechenleistung eingesetzt wird, desto schwieriger wird es, das Netzwerk anzugreifen. Für einen sogenannten 51%-Angriff muss eine Partei mehr als die Hälfte der gesamten Rechenleistung übernehmen – eine nahezu unmögliche und sehr teure Aufgabe bei dieser Hashrate. Mehr Rechenleistung bedeutet daher auch: mehr Sicherheit.
Die steigende Hashrate zeigt, dass der Mining-Sektor schnell wächst. Neue Miner kommen hinzu, und bestehende Unternehmen erweitern oder modernisieren ihre Ausrüstung. Die Einnahmen sind jedoch begrenzt, da nur alle zehn Minuten eine Blockbelohnung freigegeben wird – derzeit 3.125 BTC, also rund 220.000 € zuzüglich Transaktionskosten.
Je mehr Parteien teilnehmen, desto kleiner wird das „Stück vom Kuchen“ pro Miner. Kombiniert man dies mit zunehmender Schwierigkeit, sinkenden Bitcoin-Preisen (30 % Rückgang seit dem Höchststand) und steigenden Importkosten für Ausrüstung, entsteht eine Situation, in der die Rentabilität der Miner stark unter Druck steht.
Viele Miner hoffen auf einen zukünftigen Anstieg des Bitcoin-Preises. Solange sie Energie günstig beziehen oder externe Investoren, beispielsweise durch Aktienemissionen, anlocken können, können sie weiter wachsen. Die große Frage ist nun: Was passiert, wenn dieser Preisanstieg ausbleibt?
Wie hoch ist die Hashrate von bitcoin und warum ist es wichtig?
Die Hashrate gibt an, wie viel Rechenleistung das Bitcoin-Netzwerk nutzt. Je höher die Hashrate, desto sicherer und robuster ist das Netzwerk gegen Angriffe.
Warum steigt der Schwierigkeitsgrad immer weiter an?
Da immer mehr Rechenleistung eingesetzt wird, passt das Netzwerk den Schwierigkeitsgrad alle zwei Wochen automatisch an, um sicherzustellen, dass etwa alle 10 Minuten ein neuer Block gefunden wird.
Ist Bitcoin-Mining noch profitabel?
Für viele Miner wird es zunehmend schwieriger. Die Belohnungen haben sich halbiert, die Schwierigkeit ist gestiegen und der Preis ist gefallen. Nur effiziente Unternehmen mit günstigem Strom oder externen Investoren können oft noch Gewinne erzielen.