Blockchain.com weitet seine Präsenz in Afrika aus und konzentriert sich auf Länder, deren Regierungen damit beginnen, Krypto-Regulierungen umzusetzen. Die in Großbritannien ansässige Börse plant, im zweiten Quartal dieses Jahres eine physische Niederlassung in Nigeria zu eröffnen, dem am schnellsten wachsenden Markt in Westafrika. Darüber hinaus steht eine Expansion nach Ghana, Kenia und Südafrika auf dem Plan.
Laut Owenize Odia, Geschäftsführer von Blockchain.com für Afrika, hat Nigeria bedeutende Schritte in Richtung einer klaren Regulierung von Krypto. Diese Entwicklung fällt mit einer Veränderung der globalen Stimmung zusammen, einschließlich der politischen Unterstützung durch die Vereinigten Staaten, wo Präsident Donald Trump hat das Wachstum des Sektors gefördert.
Während der Handel mit Kryptowährungen in vielen afrikanischen Ländern weiterhin eingeschränkt ist, unternehmen Nigeria und Ghana Schritte zur Schaffung rechtlich anerkannter Rahmenbedingungen für den Austausch. Odia stellte klar, dass die Beantragung einer Lizenz in Nigeria Priorität habe, insbesondere nachdem das Land kürzlich ein neues Gesetz zu digitalen Vermögenswerten verabschiedet habe.
Die ghanaische Zentralbank hat einen Richtlinienentwurf veröffentlicht, der ihre Absicht signalisiert, bis September 2025 mit der Regulierung von Krypto-Plattformen zu beginnen. Kenia befindet sich hingegen noch in der Forschungsphase. Diese Signale der Regulierungsabsicht sind entscheidend für die Expansionsentscheidung von Blockchain.com. Die Börse sieht die junge Bevölkerung der Region und die unsichere Währung als Treiber für die Krypto-Akzeptanz.
Blockchain.com verfügt nach eigenen Angaben über 37 Millionen verifizierte Benutzer, 92 Millionen digitale Geldbörsen und ein Transaktionsvolumen von über 1 Billion US-Dollar. Im Jahr 2022 schloss Blockchain.com eine Finanzierungsrunde ab, in deren Verlauf seine Bewertung von 5,2 Milliarden US-Dollar auf 14 Milliarden US-Dollar stieg, weniger als zwei Monate vor dem Niedergang des Terra-Ökosystems von Do Kwon. Eine Finanzierungsrunde der Serie E im Jahr 2023 halbierte die Bewertung jedoch auf rund 6 Milliarden US-Dollar.
Südafrika positioniert sich als wichtiger Akteur im afrikanischen Krypto-Wettlauf und entwickelt sich zu einem regionalen Zentrum für digitale Vermögenswerte. Ben Caselin, Chief Marketing Officer der in Johannesburg ansässigen Kryptobörse VALR, weist auf die starke rechtliche Infrastruktur und das wirtschaftsfreundliche Umfeld Südafrikas als Schlüsselfaktoren hin, die das Land für Kryptounternehmen attraktiv machen, die in Afrika expandieren möchten.
In einem Interview im September 2024 betonte Caselin, dass die regulatorische Klarheit ein großer Anreiz für lokale und internationale Akteure sei. Der Sektor erlebt eine zunehmende Dynamik: Die Financial Sector Conduct Authority (FSCA) hat bis März 59 2024 Lizenzen für Krypto-Plattformen genehmigt, während über 260 Anträge noch anhängig sind.
Auf welche Schlüsselmärkte in Afrika zielt Blockchain.com ab?
Blockchain.com konzentriert sich auf Nigeria, Ghana, Kenia und Südafrika, mit besonderem Schwerpunkt auf Nigeria als dem am schnellsten wachsenden Markt in Westafrika.
Warum ist Nigeria ein interessanter Markt für Kryptowährungen?
Nigeria hat vor Kurzem positive Schritte hin zu einer klaren Regulierung digitaler Vermögenswerte unternommen und ist damit für den Krypto-Austausch attraktiv geworden.
Wie schneidet Südafrika im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern ab, wenn es um Kryptowährungen geht?
Südafrika gilt als führende Region für digitale Vermögenswerte in Afrika, mit einer starken rechtlichen Grundlage und einer steigenden Anzahl zugelassener Kryptoplattformen.
Entwicklungen in Afrika, insbesondere in Nigeria und Südafrika, öffnen neue Türen für Krypto-Börsen wie Blockchain.com. Die zunehmende Verbreitung digitaler Vermögenswerte bietet beispiellose Chancen in einem Markt, der sich im raschen Übergang zur Regulierung befindet.