Matt Hougan, Chief Investment Officer von Bitwise, präsentierte kürzlich eine detaillierte Analyse des aktuellen Zustands des Kryptomarktes. Er argumentiert, dass sich der Sektor seit über einem Jahr in einem anhaltenden Bärenmarkt befindet.
Hougan teilt in seinem Bericht mit, dass seine Forschung zeigt, dass der aktuelle Abschwung bereits im Januar 2025 begann, trotz weit verbreiteter optimistischer Erwartungen, die auf der institutionellen Akzeptanz, verbesserter Regulierung und dem Bitcoin-Boom beruhten.BTC) erreichen neue Rekordwerte.
In einem Interview auf der Plattform X (ehemals Twitter) widersprach Hougan der Annahme, der aktuelle Preisdruck sei lediglich eine typische Korrektur oder ein kurzfristiger Ausreißer. Vielmehr beschreibt er die gegenwärtige Situation als einen ausgewachsenen Krypto-Winter, ähnlich den vorherigen Abschwüngen von 2018 und 2022.
Bemerkenswerterweise vergleicht Hougan den Kryptomarkt derzeit mit einem „Winter im Stil von 2022, Leonardo DiCaprio in The Revenant“, der durch übermäßige Hebelwirkung, die sich im vorherigen Zyklus aufgebaut hat, und erhebliche Gewinnmitnahmen von langfristigen Krypto-Inhabern verursacht wird.
Diese Situation wirft für viele Anleger eine zentrale Frage auf: Warum sinken die Preise trotz stetig positiver Entwicklungen weiter? Hougan verweist auf das wachsende Engagement institutioneller Anleger, die verbesserte Regulierung und die breitere Akzeptanz als klare langfristige Vorteile, betont aber, dass solche Faktoren in der tiefsten Phase eines Bärenmarktes in der Regel wenig Bedeutung haben.
Seiner Ansicht nach sind Krypto-Winterphasen durch das Meiden positiver Nachrichten gekennzeichnet, unabhängig von deren Relevanz. Selbst Entwicklungen wie aktive Kapitalbeschaffung an der Wall Street oder das verstärkte Krypto-Engagement großer Banken wie Morgan Stanley dürften kurzfristig keine Kurssteigerung auslösen.
Hougan stützt seine Argumente auf Marktstimmungsindikatoren. Er verweist auf den Krypto-Angst- und Gierindex, der weiterhin nahe historisch hohen Angstniveaus verharrt, obwohl der neu ernannte Vorsitzende der US-Notenbank öffentlich… Bitcoin Diese Diskrepanz verdeutlicht ihm, wie negativ die Stimmung tatsächlich ist. Erfahrungsgemäß enden Krypto-Winter selten mit neuer Begeisterung oder Optimismus; sie enden in der Regel erst, wenn die Anleger völlig erschöpft und desillusioniert sind.
Hougan blickte in die Vergangenheit und stellte fest, dass frühere Krypto-Winter im Durchschnitt etwa dreizehn Monate dauerten. Bitcoin erreichte im Dezember 2017 seinen Höchststand, fiel dann ein Jahr später, erreichte im Oktober 2021 erneut einen Höchststand und fiel im November 2022 auf seinen Tiefpunkt.
Gemessen daran scheint der aktuelle Zyklus vor weiteren Turbulenzen zu stehen, insbesondere da Bitcoin im Oktober 2025 erneut seinen Höchststand erreichen wird. Hougan argumentiert jedoch, dass die alleinige Fokussierung auf dieses Datum ein entscheidendes Detail außer Acht lässt.
Seiner Ansicht nach begann der aktuelle Winter bereits im Januar 2025, obwohl die außergewöhnlichen institutionellen Zuflüsse diese Schwäche teilweise verschleiert haben. Die starke Nachfrage von börsengehandelten Fonds (ETFs) und Digital Asset Treasuryes (DATs) hat die zugrundeliegenden Schwächen in vielen Bereichen des Kryptomarktes kaschiert.
Hougan hebt das Ausmaß der institutionellen Unterstützung für Bitcoin hervor, das er als beispiellos bezeichnet. Im von ihm analysierten Zeitraum erwarben ETFs und DATs zusammen mehr als 744.000 BTC, was einem Kaufvolumen von rund 75 Milliarden US-Dollar entspricht. Ohne diese Unterstützung hätte der BTC-Kurs um bis zu 60 % fallen können.
Dennoch nennt der CIO von Bitwise mehrere potenzielle Katalysatoren, die die Stimmung verbessern und eine Erholung des Kryptomarktes einleiten könnten. Dazu gehören ein starkes globales Wirtschaftswachstum, das die Risikobereitschaft stärkt, Fortschritte beim CLARITY Act, erste Anzeichen für die Akzeptanz von Bitcoin durch Staaten oder schlichtweg die Auswirkungen der aktuellen Lage.
Wenn er auf seine Erfahrungen in verschiedenen Krypto-Marktzyklen und -phasen zurückblickt, stellt er fest, dass die gegenwärtige Stimmung der Verzweiflung, Müdigkeit und des Unbehagens starke Ähnlichkeiten mit den späteren Phasen früherer Krypto-Winter aufweist.
Warum wird der aktuelle Kryptomarkt als Bärenmarkt bezeichnet?
Der aktuelle Bärenmarkt ist durch anhaltende Kursrückgänge und eine überwiegend negative Stimmung gekennzeichnet, trotz einiger positiver Entwicklungen im Sektor. Ein Vergleich mit früheren Wintern hilft, die gegenwärtige Situation zu verstehen.
Was bedeutet institutionelle Unterstützung aktuell für Bitcoin?
Der beispiellose Zustrom institutioneller Anleger in Bitcoin, insbesondere über ETFs und DATs, hat den Preis stabilisiert. Ohne diese Unterstützung wäre der Preis deutlich gefallen.
Wann können wir mit dem Ende dieses Bärenmarktes rechnen?
Eine endgültige Schlussfolgerung lässt sich nicht ziehen. Mögliche Anzeichen einer Erholung sind eine globale wirtschaftliche Erholung, weitere rechtliche Klarstellungen oder eine veränderte Anlegerstimmung.