Die jüngsten Marktdynamiken rund um Bitcoin (BTCDies wirft Fragen zur Zukunft dieser führenden Kryptowährung auf. Alex Thorn, Forschungsleiter bei Galaxy Digital, weist auf anhaltenden Abwärtsdruck auf den Bitcoin-Kurs hin und sieht ein erhebliches Risiko, dass der Wert in den kommenden Wochen auf unter 70.000 US-Dollar fallen könnte. Dieses Niveau liegt innerhalb einer relevanten Angebotslücke, bevor der Bitcoin-Kurs möglicherweise den realisierten Preis von 56.000 US-Dollar erreicht, was dem durchschnittlichen Preis aller im Umlauf befindlichen Bitcoins entspricht.
Thorn betont, dass Bitcoin in früheren Bärenmärkten (Phasen fallender Kurse) häufig unter seinem realisierten Preis gehandelt wurde. Die Kryptowährung fand üblicherweise Unterstützung um diesen Preis oder knapp darunter, bevor sie sich erholte. Er merkt an, dass Bitcoin in den letzten drei Bullenmärkten regelmäßig Unterstützung an seinem 200-Wochen-Durchschnitt fand – einem Indikator für den Durchschnittspreis über einen Zeitraum von fast fünf Jahren –, sobald der Kurs unter den 50-Wochen-Durchschnitt fiel.
Bitcoin hat aktuell die Unterstützung an seinem 50-Wochen-Durchschnitt vom November verloren, während sein 200-Wochen-Durchschnitt derzeit bei 58.000 US-Dollar liegt. Diese Niveaus dienten in der Vergangenheit als Tiefpunkte in Preiszyklen und als attraktive Einstiegspunkte für langfristige Anleger.
Thorn verweist zudem auf die stagnierenden Verkäufe aufgrund der wachsenden Zahl langfristiger Anleger. Derzeit gibt es kaum Anzeichen dafür, dass diese Großinvestoren ihre Bestände signifikant aufstocken. Dies könnte kurzfristig Druck auf den Bitcoin-Kurs ausüben, da es darauf hindeutet, dass Käufer möglicherweise einen weiteren Kursrückgang abwarten, bevor sie in den Markt einsteigen. Darüber hinaus sind die Renditen ihrer Investitionen in letzter Zeit gesunken, was darauf hindeuten könnte, dass sie höhere Preise für einen Verkauf abwarten.
Trotzdem scheint der Anteil der langfristigen Anleger, die Gewinne realisieren, zu sinken, was ein positives Zeichen dafür sein könnte, dass sich der Kursboden nähert. Dies verringert die Auswirkungen potenzieller Verkäufe auf den Kurs und könnte signalisieren, dass wir uns einem entscheidenden Wendepunkt nähern.
Die Kryptoindustrie verfolgt mit Spannung den Gesetzgebungsprozess in den USA, wo derzeit ein Gesetz zur Marktstruktur von Kryptowährungen erarbeitet wird. Obwohl die Verabschiedung dieses Gesetzes kurzfristig als Katalysator wirken könnte, sind die Erfolgsaussichten zuletzt gesunken. Den Abgeordneten fällt es schwer, ausreichend parteiübergreifende Unterstützung zu gewinnen, und die Dynamik des Gesetzes scheint ins Stocken geraten zu sein, da der Bankenausschuss des Senats noch keine weiteren Sitzungen anberaumt hat.
Gleichzeitig deutet Thorn an, dass selbst im Falle einer Verabschiedung des Gesetzes alternative Währungen wahrscheinlich stärker profitieren werden als Bitcoin selbst. In einem Markt, in dem Anleger mehr denn je auf Diversifizierung setzen, ist es daher besonders wichtig zu verstehen, wo die tatsächliche Wertschöpfung stattfindet.
Wie wahrscheinlich ist es, dass Bitcoin den Preisverfall auf 70.000 US-Dollar übersteht?
Es besteht die Möglichkeit, dass Bitcoin dieses Niveau erreicht, insbesondere angesichts der aktuellen Marktstimmung und des Fehlens starker Aufwärtsimpulse.
Was könnten mögliche Anzeichen für ein Ende des Bärenmarktes sein?
Ein deutlicher Rückgang der Verkäufe durch langfristige Anleger könnte auf die bevorstehende Tiefphase des Marktes hindeuten.
Was bedeutet die US-Regulierung für die Zukunft von Bitcoin?
Während die Regulierung potenziell eine positive Entwicklung für die gesamte Kryptoindustrie darstellen könnte, dürften die Auswirkungen auf Bitcoin begrenzt sein, während alternative Kryptowährungen einen größeren Nutzen davon haben.