Die jüngste Eskalation der Rhetorik zwischen den USA und dem Iran hat die Märkte in Atem gehalten. Präsident Donald Trump hat deutlich gemacht, was auf dem Spiel steht: ein Ultimatum an den Iran, die Straße von Hormus bis 20:00 Uhr ET wieder zu öffnen. Andernfalls drohen Zerstörungen. Die Folgen sind unmittelbar spürbar. So fiel beispielsweise der Bitcoin-Kurs um 2 % auf 68.117 US-Dollar. Dies verdeutlicht einen alarmierenden Trend: Der Kryptomarkt wird von geopolitischen Unruhen negativ beeinflusst.
Die Futures auf S&P 500, Nasdaq 100 und Dow Jones fielen vor Börsenbeginn um 0,4 %, 0,6 % bzw. 142 Punkte. Im Gegensatz dazu stieg der Rohölpreis: WTI überschritt die Marke von 115 US-Dollar pro Barrel und Brent die von 110 US-Dollar – ein Anstieg von über 70 % in den letzten 30 Tagen. Dies verdeutlicht, wie eine mögliche Schließung der Straße von Hormus, die etwa ein Fünftel der globalen Ölförderkapazität ausmacht, nicht nur die Ölpreise, sondern auch die Finanzmärkte insgesamt beeinflusst.
Ein Rückgang um 2 % Bitcoin Auf den ersten Blick wirkt es nicht katastrophal, doch der allgemeine Trend ist besorgniserregend. Es ist wichtig, die Bedeutung der technischen Signale zu betrachten: Seit Oktober letzten Jahres gab es drei gescheiterte Versuche von Käufern, Verluste auszugleichen – jedoch ohne Erfolg. Jeder Erholungsversuch führte zu einem niedrigeren Höchststand, was Zweifel an der langfristigen Tragfähigkeit dieses Marktes aufkommen lässt.
Im ersten Quartal 2026 verzeichnete Bitcoin einen Verlust von 22 % – die schlechteste Performance seit 2018. Beschleunigt wurde der Rückgang durch Faktoren wie Krieg, Zölle und die restriktive Geldpolitik der US-Notenbank, die die Risikobereitschaft der Anleger erheblich dämpften. Der aktuelle Kurs von rund 68.000 US-Dollar liegt nahe der unteren Begrenzung des dritten Kursmusters, wo die Unterstützung bei etwa 65.000 US-Dollar zu finden ist. Eine Fortsetzung des aktuellen Trends könnte zu einem Kursrückgang auf 55.000 US-Dollar oder sogar darunter führen.
Die Indikatoren deuten auf eine pessimistische Stimmung unter Bitcoin-Händlern hin. Die exponentiellen gleitenden Durchschnitte (EMAs) sind ein entscheidendes Signal: Der 50-Tage-EMA liegt unter dem 200-Tage-EMA und signalisiert damit einen klaren Abwärtstrend. Dieses Phänomen ist auch als „Death Cross“ bekannt; Kursanstiege werden üblicherweise durch Verkäufe ausgelöst, was diese spezifische Preisstruktur untermauert.
Mit einem Average Directional Index (ADX) von 12,8, der unter der Schwelle von 25 liegt, weist der Markt aktuell Merkmale eines trendlosen Umfelds auf. Obwohl die Bären auf dem Papier die Oberhand zu haben scheinen, beobachten wir nach dem deutlichen Rückgang im Februar eine Stagnation, was darauf hindeuten könnte, dass sich die stärkere Abwärtsdynamik noch nicht vollständig entfaltet hat.
Für die optimistischen Bitcoin-Investoren gibt es einen Hoffnungsschimmer. Ein niedriger ADX-Wert kann auf eine mögliche Trendwende hindeuten, dies bedarf jedoch der Bestätigung durch weitere Indikatoren. Derzeit liegt der Relative-Stärke-Index (RSI) bei neutralen 47,9, was bedeutet, dass keine eindeutigen Momentumgewinne in die eine oder andere Richtung erkennbar sind. Darüber hinaus zeigt der Squeeze Momentum Indicator an, dass der Preisdruck aktuell negativ ist.
Angesichts dreier ähnlicher Kursmuster und drei gescheiterter Erholungsversuche ist der pessimistische Ausblick der Anleger berechtigt. Der anhaltende Kursverfall von Bitcoin unter 65.000 US-Dollar bestätigt das bärische Szenario und ebnet den Weg zu einem Kurs von 55.000 US-Dollar, wobei es in der Zwischenzeit kaum Unterstützung gibt. Händler auf Myriad schätzen die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Rückgangs auf dieses Preisniveau auf 57 %.
Die Kehrseite der Medaille ist, dass Bitcoin seit seinem Höchststand von 126.000 US-Dollar im Oktober um mehr als 45 % gefallen ist. Einige Analysten sehen diesen Zeitraum als normale Bodenbildungsphase im Rahmen eines vierjährigen Krypto-Winters. Um jedoch eine tatsächliche Erholung zu signalisieren, müsste Bitcoin die Marke von 75.000 US-Dollar überschreiten, der ADX über 20 steigen und der 50-Tage-EMA sich dem 200-Tage-EMA annähern. Solange diese Bestätigungen nicht vorliegen, bleibt jede Kursbewegung relativ schwach und fühlt sich wie ein weiteres, sich anbahnendes Tief an.
Was bedeutet Trumps Ultimatum an den Iran für die Märkte?
Trumps Ultimatum hat zu verstärkten Volatilität An den Finanzmärkten herrscht Nervosität unter den Anlegern, was zu Kursverlusten bei Kryptowährungen wie Bitcoin führt. Die geopolitischen Unruhen können sich auch auf die Nachfrage nach sicheren Anlagen auswirken.
Wie sieht das technische Bild von Bitcoin aus?
Die technische Analyse deutet auf einen Abwärtstrend mit niedrigeren Hochs und einem Death-Cross-Signal durch die EMAs hin. Bitcoin hat die Unterstützung bei 65.000 US-Dollar erreicht, sollte der Kurs diese Marke jedoch durchbrechen, könnte ein Rückgang auf 55.000 US-Dollar die Folge sein.
Wie hoch sind die Chancen für eine Trendumkehr auf dem Bitcoin-Markt?
Der derzeit niedrige ADX-Wert deutet auf eine mögliche Trendwende hin, sofern dies durch andere Indikatoren bestätigt wird. Allerdings gibt es aktuell keine eindeutige Bestätigung für einen bevorstehenden Anstieg, weshalb die kurzfristigen Aussichten düster bleiben.