Binance hat ein Gericht in Delaware gebeten, eine Klage von FTX in Höhe von 1,76 Milliarden Dollar abzuweisen. Die Kryptobörse bezeichnet die Klage als rechtlich fehlerhaft und unbegründet. Meiner Meinung nach tut FTX alles, um die Schuld für seinen Zusammenbruch auf die Konkurrenz abzuwälzen, anstatt die Verantwortung für die Fehler seines CEOs Sam Bankman-Fried zu übernehmen.
In einem kürzlich gestellten Antrag auf Abweisung der Klage argumentiert Binance Holdings Ltd., dass die Anklageschrift keinen plausiblen Hinweis auf die Rolle von Binance oder seinem ehemaligen CEO Changpeng Zhao beim Niedergang von FTX enthalte. Sie werfen den Klägern vor, so getan zu haben, als sei FTX in einem der größten Finanzskandale aller Zeiten nicht bankrott gegangen. Als Sam Bankman-Fried schließlich zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt wurde, Betrugwurde deutlich, wie sehr diese Behauptung an der Wahrheit vorbeigeht.
Die im vergangenen November eingereichte Klage zielt auf die Rückerstattung von rund 1,76 Milliarden US-Dollar an Krypto die FTX im Juli 2021 im Rahmen einer Aktienrückkaufvereinbarung an Binance übertrug. FTX hatte zuvor 2019 einen 20-prozentigen Anteil an dem Unternehmen an Binance verkauft, das den Anteil später mit einer Mischung aus BNB-, BUSD- und FTT-Token zurückkaufte.
FTX behauptet, dass Binance zum Zeitpunkt des Deals im Jahr 2021 insolvent war und dass Kundengelder missbraucht wurden, mit denen die Vereinbarungen finanziert worden wären. Binance bestreitet diese Behauptungen jedoch in seinem Antrag. Demnach hätte FTX noch weitere 16 Monate als operatives Unternehmen weitergeführt werden können, sodass Insolvenzanträge höchst unwahrscheinlich wären.
Darüber hinaus legt die Klage nahe, dass Zhao den Twitter-Sturm absichtlich angeheizt habe, indem er am 6. November 2022 twitterte, dass Binance seine FTT-Bestände liquidieren würde, nachdem Enthüllungen den Ernst der Lage bei FTX offengelegt hatten. Binance verteidigt sich damit, dass diese Tweets sachlich richtig gewesen seien und keine Unwahrheiten enthielten.
Binance argumentiert außerdem, dass das Gericht für die ausländischen Unternehmen nicht zuständig sei und die Vorwürfe schlicht nicht bewiesen werden könnten. FTX hat seitdem mehrere Rückforderungsklagen eingereicht, um nach dem Zusammenbruch der Plattform, der viele Menschen betraf und zu einem der größten Konkurse in der Kryptogeschichte führte, Vermögenswerte zurückzuerhalten.
Es ist eine Welt, in der nichts sicher ist, und der anhaltende Kampf zwischen diesen Technologieunternehmen wirft nur die Frage auf: Wer ist letztendlich für den Untergang von FTX verantwortlich?
Warum hat Binance die Abweisung der Klage von FTX beantragt?
Binance bezeichnet die Klage als rechtlich fehlerhaft und argumentiert, dass FTX versuche, die Schuld für seinen Zusammenbruch auf andere abzuwälzen, anstatt die Verantwortung für seine eigenen Fehler zu übernehmen.
Was ist das Hauptargument, das Binance zu seiner Verteidigung vorbringt?
Binance argumentiert, dass FTX zuvor nicht insolvent gewesen sei, da das Unternehmen nach dem fraglichen Deal noch 16 Monate lang in Betrieb gewesen sei. Sie halten es für unwahrscheinlich, dass zuvor von einer Insolvenz die Rede war.
Warum hat FTX Klage gegen Binance eingereicht?
FTX versucht, Kryptowährungen im Wert von rund 1,76 Milliarden US-Dollar zurückzufordern, die im Jahr 2021 an Binance überwiesen wurden, und behauptet, dass die Mittel durch den Missbrauch von Kundengeldern bereitgestellt wurden.