Bank Delen baut seine Präsenz in den Niederlanden weiter aus. Der Antwerpener Vermögensverwalter positioniert sich in einem konsolidierenden Sektor als häufiger Käufer, eine Position, die durch die Unterstützung seines Hauptaktionärs Ackermans & van Haaren gestärkt wird.
Die Delen Private Bank, der größte unabhängige Finanzdienstleister für vermögende Kunden in Belgien, baut mit der Übernahme von Servatus ihren Einfluss in den Niederlanden aus. Der in 's-Hertogenbosch ansässige Vermögensverwalter verwaltet rund 700 Millionen Euro.
In einer Pressemitteilung erklärt die Bank Delen, dass diese Übernahme in die Wachstumsstrategie für die Niederlande passe. Ziel dieser Strategie ist es, ein führender Akteur im niederländischen markt für die Vermögensverwaltung. Diese langfristige Strategie wurde vor neun Jahren von der Bank Delen gestartet, die zu 78,75 Prozent der börsennotierten Investmentgesellschaft Ackermans & van Haaren gehört. Servatus ist die siebte niederländische Akquisition der Bank. Anfang des Jahres übernahm Delen außerdem den Utrechter Vermögensverwalter Petram & Co.
Der Vermögensverwaltungsmarkt befindet sich derzeit in weiten Teilen Europas in einer Konsolidierungsphase. Kleinere Akteure sind nicht nur mit der Welle neuer Regulierungen konfrontiert, die in den letzten Jahren branchenweit eingeführt wurden, wie etwa der MIFID-Verbraucherrichtlinie und den AML-Verordnungen zur Bekämpfung der Geldwäsche. Die rasante Digitalisierung der Branche zwingt zudem immer mehr Vermögensverwalter dazu, Skaleneffekte anzustreben.
Die Bank Delen positioniert sich ausdrücklich als aktiver Käufer, unterstützt von ihrem soliden Hauptaktionär. Im vergangenen Jahr übernahm Delen in Belgien seinen Antwerpener Branchenkollegen Dierickx Leys.
In ihrer niederländischen Abteilung verwaltet die Bank Delen mittlerweile rund 4 Milliarden Euro. Insgesamt verwalten die Antwerpener rund 70 Milliarden Euro, verteilt auf fünf Länder: Belgien, die Niederlande, Luxemburg, die Schweiz und das Vereinigte Königreich.