Tether, der Herausgeber des beliebten Stablecoins, hat eine Partnerschaft mit dem Webbrowser-Entwickler Opera angekündigt. Ziel ist es, den Zugang zu Finanzdienstleistungen in Schwellenländern zu verbessern. Dies soll durch die MiniPay-App erreicht werden, eine Stablecoin-Wallet, die auf der Celo-Blockchain basiert. Die Partnerschaft ist ein wichtiger Schritt hin zur Bereitstellung von an den US-Dollar gekoppelten Stablecoins für Menschen in Regionen wie Afrika, Lateinamerika und Südostasien.
Laut Paolo Ardoino, CEO von Tether, ist es die Mission des Unternehmens, einen einfachen und zuverlässigen Zugang zu stabilen Werten für diejenigen zu ermöglichen, die ihn am dringendsten benötigen. In diesem Zusammenhang ist die MiniPay-App, die mittlerweile in 60 Ländern mit über 12,6 Millionen aktivierten Wallets und über 350 Millionen abgewickelten Transaktionen verfügbar ist, ein entscheidendes Instrument. Das Nutzerwachstum von 50 % im vierten Quartal belegt den steigenden Bedarf an leicht zugänglichen Finanzlösungen in diesen Regionen.
Die MiniPay-App, die sowohl für Android als auch für iOS verfügbar ist, benötigt zur Aktivierung lediglich eine Mobiltelefonnummer. Allein im Dezember wurden über 153 Millionen US-Dollar über MiniPay gesendet oder empfangen, was die wachsende Nachfrage nach stabilen, dollarbasierten Zahlungssystemen in diesen mobil geprägten Regionen unterstreicht.
Zusätzlich zum beliebten Stablecoin USDt MiniPay unterstützt auch Tethers tokenisiertes Gold XAUT, das für inflationsgeschütztes Sparen gedacht ist. Dieser digitale Vermögenswert erreichte Ende Januar ein Rekordhoch von 5,600 US-Dollar, im Einklang mit den Goldpreisen am Spotmarkt. Mit einem Umlaufangebot von 712,747 XAUT und einer Marktkapitalisierung von 3,4 Milliarden US-Dollar (laut CoinGecko) verdeutlicht er das wachsende Interesse an tokenisierten Vermögenswerten in Zeiten wirtschaftlicher Abschwünge. Volatilität.
Trotz starker Nachfrage aus Schwellenländern sind die Marktkapitalisierung von Stablecoins und die Kapitalzuflüsse an Börsen zurückgegangen, was teilweise auf den allgemeinen Rückgang des Kryptomarktes zurückzuführen ist. CryptoQuant berichtete, dass die gesamte Marktkapitalisierung von Stablecoins seit Dezember rückläufig ist und damit die Phase stetigen Wachstums beendet wurde.
Analyst Darkfost stellte fest, dass der Nettozufluss von Stablecoins an Börsen „nahezu vollständig zum Erliegen gekommen“ sei. Nach einem anfänglichen starken Rückgang um 9,6 Milliarden US-Dollar, gefolgt von einer kurzen Stabilisierungsphase, sind die Stablecoin-Zuflüsse wieder ins Negative gerutscht, mit Abflüssen von über 4 Milliarden US-Dollar. Dies deutet auf eine zunehmende Risikoaversion oder gar Kapitulation neuer Investoren hin, die ihre Stablecoins von den Börsen abgezogen haben.
Während diese Trends beobachtet wurden, ist der Kryptomarkt seit seinem Höchststand im Oktober, als das Gesamtvolumen 4,4 Billionen US-Dollar erreichte, um 38 % gefallen. Dies markiert eine kritische Phase für Investoren und Entwickler im Kryptobereich, in der solide Strategien und transparente Kommunikation immer wichtiger werden.
Was ist das Ziel der Zusammenarbeit zwischen Tether und Opera?
Ziel der Partnerschaft ist es, den Zugang zu Finanzdienstleistungen in Schwellenländern zu verbessern, indem die Stablecoin-Wallet MiniPay angeboten wird, mit der Nutzer auf Dollar basierende Stablecoins zum Sparen und für Geldüberweisungen verwenden können.
Warum sind Stablecoins für Anleger in Schwellenländern interessant?
Stablecoins bieten Wertstabilität und dienen als sicherer Hafen für Ersparnisse und Transaktionen in Regionen, in denen die lokalen Währungen volatil oder weniger zuverlässig sind. Dies macht sie attraktiv für Anleger, die ihr Kapital vor Inflation schützen möchten.
Welche Herausforderungen ergeben sich für Stablecoins in der aktuellen Marktsituation?
Trotz der wachsenden Nachfrage in Schwellenländern sieht sich der breitere Kryptomarkt mit einem Rückgang der Marktkapitalisierung und der Anzahl der Börsen konfrontiert, was zu negativen Mittelzuflüssen in Stablecoins und einer zunehmenden Risikoaversion bei den Anlegern führt.