Eine aktuelle Analyse von Coin Metrics zeigt, dass die Dust-Aktivität im Zusammenhang mit Stablecoins mittlerweile 11 % aller Ethereum-Transaktionen und durchschnittlich 26 % der aktiven Adressen pro Tag ausmacht. Das Fusaka-Upgrade, das im Dezember letzten Jahres implementiert wurde, senkte die Transaktionsgebühren und verbesserte so die Netzwerkzugänglichkeit. Dieser signifikante Effekt führte zu durchschnittlich über 2 Millionen Transaktionen täglich auf Ethereum, mit einem Höchstwert von fast 2,9 Millionen Mitte Januar, und rund 1,4 Millionen aktiven Adressen pro Tag – ein beeindruckender Anstieg von 60 % gegenüber den vorherigen Durchschnittswerten.
Das Fusaka-Upgrade hat die On-Chain-Datenverarbeitungskapazität verbessert und den Datentransfer von Layer-2-Netzwerken zurück zu Ethereum kostengünstiger und einfacher gestaltet. Dies kommt nicht nur der Benutzerfreundlichkeit, sondern auch der breiteren Akzeptanz des Netzwerks zugute.
Coin Metrics verzeichnet sage und schreibe 227 Millionen Kontostandsaktualisierungen für Stablecoins. USDC en USDt Auf Ethereum wurden die Daten von November 2025 bis Januar 2026 analysiert. Auffällig ist, dass 43 % dieser Transaktionen Beträge von unter einem US-Dollar und 38 % sogar weniger als einen Cent umfassten. Diese Mikrotransaktionen, die kaum einen wirtschaftlichen Wert besitzen, dienen hauptsächlich dazu, Wallets zu „seeden“, d. h. Adressen mit kleinen Beträgen aufzufüllen. Die Anzahl der Adressen mit solch geringen Guthaben hat deutlich zugenommen, was auf eine Welle von Wallets hindeutet, die von diesen sogenannten „Poisoning-Angriffen“ betroffen sind.
Vor dem Fusaka-Upgrade lag die Stablecoin-Dust-Aktivität zwischen 3 % und 5 % der Ethereum-Transaktionen und 15 % bis 20 % der aktiven Adressen. Seit dem Upgrade sind diese Werte auf 10 % bis 15 % der Transaktionen und 25 % bis 35 % der aktiven Adressen pro Tag gestiegen – eine Verdopplung bis Verdreifachung gegenüber den vorherigen Werten. Dennoch entfallen weiterhin 57 % der Kontostandsaktualisierungen auf Überweisungen über 1 US-Dollar, was darauf hindeutet, dass der Großteil der Stablecoin-Aktivität weiterhin organisch ist.
Im Januar stellte der Sicherheitsforscher Andrey Sergeenkov einen bemerkenswerten Anstieg neuer Wallet-Adressen um 170 % fest, den er auf die jüngste Welle von Adressmanipulationen zurückführt. Diese Angriffe nutzen niedrige Gaspreise aus, um Nutzer zur Durchführung von Transaktionen zu verleiten. Angreifer senden Bruchteile eines Cents an Stablecoins von Wallet-Adressen, die legitimen Adressen täuschend ähnlich sehen, was zu Verwirrung und potenziellen Verlusten für ahnungslose Nutzer führt.
Sergeenkov berichtete, dass durch Adress-Dustings bisher 740.000 US-Dollar verloren gegangen sind. Der größte Angreifer führte fast 3 Millionen Dust-Transaktionen durch, was äußerst kosteneffizient ist, da die Kosten für diese Aktionen mit Stablecoins im Wert von nur 5.175 US-Dollar vergleichsweise gering waren.
Coin Metrics gibt an, dass täglich etwa 250.000 bis 350.000 Ethereum-Adressen Stablecoin-Dust-Aktivitäten nachgehen. Dennoch scheint das Netzwerkwachstum größtenteils auf die tatsächliche Nutzung zurückzuführen zu sein. Jüngste Entwicklungen zeigen, dass der Anstieg des Transaktionsvolumens trotz der Dust-Aktivitäten nicht allein darauf zurückgeführt werden kann. Dies ist ein entscheidender Aspekt, da Investoren und Analysten die Ethereum-Trends genau beobachten sollten.
Es ist wichtig, diese Staubaktivität im Kontext der breiteren Marktentwicklung zu betrachten. Obwohl dieses Phänomen Hinweise auf Netzwerkwachstum liefern kann, darf der fundamentale Wert von Ethereum und den zugehörigen Stablecoins nicht aus den Augen verloren werden.
Welche wesentlichen Änderungen ergeben sich nach dem Fusaka-Upgrade von Ethereum?
Das Fusaka-Upgrade hat die Transaktionsgebühren auf Ethereum gesenkt und die Effizienz der On-Chain-Datenverarbeitung verbessert. Dies hat zu einem deutlichen Anstieg der täglichen Transaktionen im Netzwerk sowie der Anzahl aktiver Adressen geführt.
Wie wirken sich Dusting-Angriffe auf die Ethereum-Community aus?
Dusting-Angriffe täuschen Nutzer, indem sie kleine Mengen an Stablecoins von nicht vertrauenswürdigen Adressen senden, was zu Verwirrung und potenziellen Verlusten führt. Sie können auch die Statistiken aktiver Adressen und Transaktionen verfälschen und so ein verzerrtes Bild des Netzwerks erzeugen.
Was bedeutet die erhöhte Staubaktivität für Anleger?
Auch wenn das vermehrte Auftreten von Dust-Transaktionen zunächst besorgniserregend erscheinen mag, ist es wichtig zu verstehen, dass der Großteil der Transaktionen auf Ethereum authentisch ist. Investitionen in Ethereum erfordern daher ein umfassendes Verständnis dieser Feinheit und ihrer Auswirkungen auf Markttrends.