Morgan Stanley hat kürzlich seine Analyse von drei börsennotierten Unternehmen abgeschlossen. bitcoin Die Mining-Unternehmen haben begonnen, wobei ihre Analysen deutliche Schwächen aufweisen. In diesem Zusammenhang unterstützt Analyst Stephen Byrd zwei Unternehmen, die sich auf die Vermietung von Rechenzentren konzentrieren, und vertritt eine vorsichtigere Position gegenüber einem Mining-Unternehmen, das sich primär auf Bitcoin-Investitionen spezialisiert hat.
Byrd und sein Team nahmen die Aktien von Cipher Mining (CIFR) und TeraWulf (WULF) mit einem „Overweight“-Rating und Kurszielen von 38 bzw. 37 US-Dollar in ihre Beobachtung auf. Die CIFR-Aktie stieg am Montag um 12,4 % auf 16,51 US-Dollar, während die WULF-Aktie um 12,8 % auf 16,12 US-Dollar zulegte.
Byrds Argumentation beruht auf der Ansicht, dass bestimmte Bitcoin-Mining-Standorte eher als Infrastrukturanlagen denn als spekulative Krypto-Investitionen betrachtet werden sollten. Sobald ein Mining-Unternehmen ein Rechenzentrum errichtet und einen langfristigen Mietvertrag mit einem kreditwürdigen Vertragspartner abgeschlossen hat, wird der Vermögenswert von Investoren, die einen stabilen Cashflow anstreben, höher bewertet als von Händlern, die sich auf die kurzfristigen Preisschwankungen von Bitcoin konzentrieren.
Byrd merkt an: „Auf Makroebene betrachtet, ist ein Bitcoin-Unternehmen, das ein Rechenzentrum errichtet und einen langfristigen Mietvertrag mit einem kreditwürdigen Vertragspartner abgeschlossen hat, eher für Infrastrukturinvestoren als für Bitcoin-Investoren interessant.“ Das bedeutet, dass diese Vermögenswerte anhand langfristiger, stabiler Cashflows bewertet werden sollten.
Um seinen Standpunkt zu verdeutlichen, zieht Byrd einen Vergleich zu Rechenzentrums-REITs wie Equinix (EQIX) und Digital Realty (DLR). Diese Unternehmen werden mit mehr als dem 20-Fachen ihres prognostizierten EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) gehandelt, was zeigt, dass Investoren bereit sind, mehr als 20 US-Dollar für jeden US-Dollar erwarteten jährlichen operativen Cashflow zu zahlen. Diese Unternehmen bieten Skaleneffekte, Diversifizierung und stabiles Wachstum.
Byrd rechnet jedoch nicht damit, dass von Bitcoin-Unternehmen entwickelte Rechenzentren ähnliche Bewertungsniveaus erreichen werden, insbesondere angesichts des begrenzten Wachstumspotenzials einzelner Rechenzentren im Vergleich zu Rechenzentrums-REITs. Dennoch sieht er Spielraum für höhere Bewertungen, als der aktuelle Markt vermuten lässt.
Cipher Mining ist zentral für Byrds Vision. Er beschreibt die Rechenzentren des Unternehmens als ideal für das, was er als „REIT-Endspiel“ bezeichnet. Diese Terminologie bezieht sich auf seinen Bewertungsansatz, bei dem diese vertraglich gebundenen Rechenzentren in die Hände von Investoren gegeben werden, die Wert auf langfristige, risikoarme und vertraglich gesicherte Cashflows legen.
Ein simuliertes Szenario, in dem Cipher eine Mining-Anlage in einen an einen großen Cloud- oder Computing-Kunden vermieteten Speicherplatz umwandelt, könnte einer Mautstraße ähneln: Die Geldflüsse werden vorhersehbar und die Rolle von Bitcoin tritt in den Hintergrund.
TeraWulf passt in ein ähnliches Bild. Byrd verweist auf die Erfolgsbilanz des Unternehmens bei der Unterzeichnung von Rechenzentrumsverträgen und die umfassende Erfahrung des Managements im Bereich Energieinfrastruktur. Er geht davon aus, dass TeraWulf Standorte ohne Bitcoin-Transaktionen zu einem aktuellen Wert von rund 8 US-Dollar pro Watt umstellen wird. Seine Basisprognose basiert auf einer Erfolgsquote von etwa 50 % beim jährlichen Wachstum von Rechenzentren um 250 Megawatt zwischen 2028 und 2032. In einem optimistischeren Szenario rechnet er mit einer Erfolgsquote von bis zu 75 %.
Bei Marathon Digital ändert sich der Ton. Byrd merkt an, dass das Unternehmen aufgrund seiner Hybridstrategie, die Mining- und Rechenzentrumsaktivitäten kombiniert, nur ein geringes Aufwärtspotenzial bietet. Dies hat zu einem Fokus auf die Maximierung des Engagements im Bitcoin-Kurs geführt, unter anderem durch die Ausgabe von Wandelanleihen zum Bitcoin-Kauf.
Marathons begrenzte Erfahrung mit dem Hosting von Rechenzentren beeinflusst ebenfalls Byrds Meinung. „Für MARA sind die wirtschaftlichen Aspekte des Bergbaus der dominierende Faktor für den Aktienkurs“, bemerkt er.
Diese Fokussierung birgt Risiken. Byrd fügt hinzu: „Grundsätzlich sehen wir erhebliche Risiken für die Rentabilität des Bitcoin-Minings, sowohl kurz- als auch langfristig, mit historisch unattraktiven Renditen auf das investierte Kapital (ROIC).“
Die Analyse von Morgan Stanley kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt, da Investoren hinterfragen, ob sich Bitcoin-Mining-Unternehmen zu Vermietern von Energie- und Rechenkapazität entwickeln sollten. Byrd sieht Potenzial dort, wo langfristige Mietverträge und eine disziplinierte Infrastruktur vorhanden sind, hält aber übermäßige Preissteigerungen für unwahrscheinlich, solange das Mining das Kerngeschäft bleibt.
Warum sind Rechenzentren mehr als nur Bitcoin-Mining-Zentren?
Bitcoin-Mining-Farmen werden zunehmend als Infrastrukturanlagen betrachtet, deren Wert in einem stabilen und langfristigen Cashflow liegt und nicht nur im Preis des Bitcoins selbst.
Was macht Cipher Mining für Investoren attraktiv?
Cipher Mining verfolgt eine Strategie, die auf den Aufbau langfristiger Rechenzentrumsverträge ausgerichtet ist, was das Unternehmen für Investoren attraktiv macht, die nach verlässlichen Einnahmequellen suchen.
Welche Risiken birgt eine Investition in Marathon Digital?
Marathon Digital verfolgt eine Hybridstrategie, die auf Folgendem basiert: Volatilität der Bitcoin-Preise, was erhebliche Risiken für Anleger birgt, die Stabilität und eine Rechtfertigung des Unternehmenswerts suchen.