Die Kryptomärkte stehen vor schwierigen Zeiten, da der allgemeine Ausverkauf im Technologie- und Finanzsektor immer mehr an Fahrt gewinnt. Bitcoin Der Kurs ist um etwa 5 % auf rund 75.000 US-Dollar gefallen und liegt damit nur wenige hundert Dollar über dem Tiefststand vom vergangenen Wochenende. Ether, die Kryptowährung von Ethereum, ist um 6,5 % gesunken und notiert aktuell bei etwa 2.200 US-Dollar. SolanaEine weitere beliebte Kryptowährung ist sogar unter 100 Dollar gefallen und hat damit 5,5 % an Wert verloren.
Der breitere Technologiemarkt sieht ebenfalls düster aus; Unternehmen wie Shopify, Adobe und Salesforce mussten Verluste zwischen 7 % und 12 % hinnehmen. Der iShares Expanded Tech-Software ETF ist heute um 5 % gefallen und liegt seit seinem Höchststand im Oktober nun fast 28 % im Minus. Auch Private-Equity-Aktien wurden stark getroffen, mit Verlusten zwischen 6 % und 10 % bei Schwergewichten wie Blackstone und KKR.
Diese drastischen Kursrückgänge wurden durch jüngste Nachrichten noch verschärft, darunter eine bemerkenswerte Ankündigung eines BlackRock-Private-Debt-Fonds, der eine Abschreibung von 19 % seiner Vermögenswerte bekannt gab. Dieser Schritt warf Fragen zur allgemeinen Wirtschaftslage auf und deutet darauf hin, dass die Liquidität im System möglicherweise angespannter ist als bisher angenommen.
Zum Zeitpunkt der Ankündigung befand sich Bitcoin zwar nicht in einer Aufwärtsphase, aber auch nicht in Panik; der Kurs war am selben Tag auf rund 91.000 US-Dollar gestiegen. Seitdem ist der Kurs jedoch nahezu kontinuierlich gefallen. Dieses Muster spiegelt sich auch in den Aktien von Unternehmen wider, die sich auf digitale Vermögenswerte spezialisiert haben. Galaxy Digital verzeichnete die größten Verluste mit einem Minus von 18 % nach enttäuschenden Quartalsergebnissen, während Unternehmen wie Coinbase und MicroStrategy ebenfalls deutliche Verluste von 5 % bis 7 % hinnehmen mussten.
Matt Hougan, Chief Investment Officer bei Bitwise, argumentiert, dass sich die Kryptomärkte seit Januar 2025 in einem ausgewachsenen Winter befinden, ähnlich wie in den vorherigen Bärenmärkten der Jahre 2018 und 2022. Er spricht offenbar von einem „ausgewachsenen Krypto-Winter im Stil von Leonardo DiCaprio in The Revenant“.
Doch Hougan bietet einen Hoffnungsschimmer: Die anhaltende Baisse könnte sich nun ihrem Ende nähern. Denn solche Marktphasen dauern typischerweise etwa dreizehn Monate. Setzt man, wie Hougan, den Beginn des Bärenmarktes auf Januar 2025, könnte sich der Kryptomarkt innerhalb weniger Wochen stabilisieren. Als erfahrener Krypto-Experte, der bereits mehrere Krypto-Winter erlebt hat, argumentiert er, dass das Ende dieser Winter oft Gefühle der Verzweiflung und des Unbehagens hervorruft, was auch diesmal der Fall zu sein scheint.
Wie wirken sich die jüngsten Äußerungen von BlackRock auf die Stimmung an den Kryptomärkten aus?
Die Kommentare von BlackRock zu Herabstufungen von Vermögenswerten haben zu einer negativen Stimmung an den Märkten beigetragen und Anleger dazu veranlasst, die allgemeine wirtschaftliche Stabilität und die systemische Liquidität in Frage zu stellen.
Welchen Status hat Bitcoin aktuell im Kontext des Gesamtmarktes?
Bitcoin, der derzeit bei rund 75.000 US-Dollar gehandelt wird, steht aufgrund negativer Markttrends unter Druck, befindet sich aber nicht in Panik, was darauf hindeutet, dass in Teilen der Anlegergemeinschaft weiterhin Vertrauen besteht.
Wann ist mit einer Erholung der Kryptomärkte zu rechnen?
Folgt man Hougan, so könnte die gegenwärtige Abwärtsphase am Ende ihres Zyklus stehen, und eine mögliche Erholung könnte in wenigen Wochen in Sicht sein, abhängig von den allgemeineren wirtschaftlichen Signalen.