Die Forderung nach der Rückführung der Goldreserven aus den Vereinigten Staaten wird in Deutschland immer lauter. Jetzt, da Präsident Trumpf Da die USA sich zunehmend weniger pro-europäisch verhalten und versuchen, die Politik der Federal Reserve zu beeinflussen, plädiert eine wachsende Zahl von Experten dafür, die Goldreserven des Landes in Höhe von 164 Milliarden Euro anderweitig zu investieren.
Der führende Ökonom Emanuel Mönch fordert beispielsweise in einem Artikel im Handelsblatt, das Gold nach Deutschland zu verschiffen. „Angesichts der aktuellen geopolitischen Lage erscheint es riskant, so viel Gold in den USA zu lagern. Im Interesse größerer strategischer Unabhängigkeit sollte die Bundesbank daher eine Rückführung des Goldes in Erwägung ziehen“, argumentiert er.
Mönch steht mit seiner Position nicht allein. Auch Michael Jäger, Vorsitzender des Europäischen Steuerzahlerverbands und des Deutschen Steuerzahlerverbands, sprach sich kürzlich für eine Rückkehr zum Goldstandard aus.
In der Rheinischen Post bezeichnet Jäger Trump als unberechenbar und auf zusätzliche Einnahmen aus. Er warnt: „Unser Gold ist daher nicht mehr sicher in den Tresoren der Fed. Was, wenn die Provokationen um Grönland anhalten? Das Risiko wächst, dass die Bundesbank keinen Zugriff mehr auf ihre Reserven hat. Sie muss sie daher repatriieren.“
Trotz dieses Aufrufs zum Handeln gibt es auch Gegenstimmen. Kritiker warnen davor, dass die Entfernung des Goldes unbeabsichtigte Folgen haben und die geopolitischen Spannungen verschärfen könnte.
Deutschland hält Gold im Wert von insgesamt rund 450 Milliarden Euro. Mehr als die Hälfte davon befindet sich im Inland, 37 % werden von der US-amerikanischen Federal Reserve (164 Milliarden Euro) gehalten, und die restlichen 12 % befinden sich im Besitz der USA. Bank von England.
Die Debatte betrifft auch die Niederlande. Die Niederländische Zentralbank (DNB) hält einen bedeutenden Teil ihres Goldbestands in den USA: etwa 190 Tonnen im Wert von 25 Milliarden Euro, was 31 % der gesamten Reserven entspricht.
Darüber hinaus gewinnt Gold derzeit immer mehr an Wert. Angetrieben durch einen stark abgewerteten US-Dollar und eine Flucht aus Staatsanleihen, ist der Goldpreis auf ein neues Rekordhoch gestiegen: 5265 US-Dollar pro Feinunze (31,1 Gramm).