Im Jahr 2025 wird die Zahl betrügerischer Transaktionen im niederländischen Zahlungsverkehr um 30 % auf rund 658.000 steigen, während der Gesamtschaden um 22 % auf 198 Millionen Euro zunimmt. Diese Informationen stammen aus den neuesten Zahlen der Niederländischen Zentralbank (De Nederlandsche Bank), die diese Daten erstmals in diesem Format veröffentlicht.
Obwohl der Anstieg signifikant ist, bleibt Zahlungsbetrug im Vergleich zum gesamten Zahlungsverkehr relativ gering. Von den täglich in den Niederlanden stattfindenden rund 27 Millionen Transaktionen sind durchschnittlich nur 1.800 betrügerisch, was sieben betrügerischen Zahlungen pro 100.000 Transaktionen entspricht.
Den größten Anstieg verzeichneten europäische Banküberweisungen. Die Zahl der Betrugsfälle stieg um 55 % auf 129.000 Transaktionen. Auch der Betrugsschaden erhöhte sich von rund 121 Millionen Euro im Jahr 2024 auf 148 Millionen Euro im Jahr 2025. Laut DNB werden Verbraucher und Unternehmen zunehmend dazu verleitet, Geld selbst zu überweisen. Die häufigsten Formen sind Betrug über Bank-Helpdesks, Betrug mit falschen Zahlungsanforderungen, Anlagebetrug und Betrugsversuche von Personen, die sich als Familienmitglieder oder Bekannte ausgeben.
Der Anstieg ist besonders bei Sofortzahlungen und internationalen Überweisungen deutlich sichtbar. Diese Transaktionen werden schnell (innerhalb von zehn Sekunden) abgewickelt oder gehen auf ausländische Konten, wodurch betrügerische Transaktionen schwerer zu stornieren sind.
Trotz des starken Anstiegs der Überweisungen bleibt Kreditkartenbetrug die häufigste Form des Zahlungsbetrugs. Im Jahr 2025 verzeichnete die DNB rund 514.000 betrügerische Kartentransaktionen, mehr als ein Viertel mehr als im Vorjahr. Der Betrugsschaden stieg im gleichen Zeitraum von 36 Millionen Euro auf rund 41 Millionen Euro.
Betrugsfälle im Zusammenhang mit Bargeldabhebungen nahmen ebenfalls zu. Diese Betrugsform steht hauptsächlich im Zusammenhang mit dem Missbrauch verlorener oder gestohlener Debitkarten. Die Anzahl betrügerischer Bargeldabhebungen stieg von rund 12.000 im Jahr 2024 auf 15.000 im Jahr 2025. Der damit verbundene Schaden erhöhte sich von 6 Millionen Euro auf rund 10 Millionen Euro.
